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52 Menschen sterben bei Gefängnisrevolte in Mexiko

"Wir erleben eine Tragödie", klagt der Gouverneur des Staates Nuevo León: Im mexikanischen Monterrey hat ein Aufstand in einer Strafanstalt dutzende Todesopfer gefordert.

Polizisten und Angehörige von Häftlingen stehen sich vor dem Gefängnis in Monterrey gegenüber

Spezialkräfte der Polizei und Angehörige von Häftlingen stehen sich vor dem Gefängnis in Monterrey gegenüber

Bei einer Revolte in einem Gefängnis in Mexiko sind nach Angaben der Behörden 52 Menschen getötet und zwölf Personen verletzt worden. "Wir erleben eine Tragödie", sagte der Gouverneur des Bundesstaates Nueva León, Jaime Rodríguez.

Der Aufstand war vor Sonnenaufgang im Topo-Chico-Gefängnis der nordmexikanischen Stadt Monterrey ausgebrochen. In ersten Medienberichten war von einem Fluchtversuch und einer Meuterei von Häftlingen die Rede. Die Behörden widersprachen diesen Meldungen jedoch und erklärten, Auslöser der Katastrophe sei ein Streit zwischen Gefangenen gewesen, der außer Kontrolle geraten sei.

Gefängnisleitung dementiert Flucht von Häftlingen

Den Morgen über war eine dichte Rauchwolke über dem Gebäude zu sehen. Die Regierung des Bundesstaates Nuevo León teilte im Kurznachrichtendienst Twitter mit, man habe die Situation inzwischen unter Kontrolle. Die Gefängnisleitung habe dementiert, dass mehreren Gefangenen die Flucht gelungen sei. Die Behörden arbeiteten daran, den Angehörigen rasch gesicherte Informationen zukommen zu lassen.

Berichten zufolge warfen Angehörige vor dem Gefängnis mit Steinen und Brettern, um sich Zutritt zu verschaffen. "Wir wollen Informationen, nicht mehr. Wir wollen keine Lügen hören, sondern, dass sie uns die Wahrheit sagen", forderte eine Frau im Fernsehen. "Wir brauchen die Liste mit den Toten und Verletzten", sagte eine andere Frau.

In Mexiko kommt es immer wieder zu Meutereien in den chronisch überfüllten Gefängnissen, Menschenrechtler kritisieren die Haftbedingungen. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus im Land mit der zweitgrößten katholischen Bevölkerung der Welt. Der Argentinier will sich ab Freitag eine Woche lang in dem zentralamerikanischen Staat aufhalten.

mad/AFP/DPA
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