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Beamter klaut tausende historische Bücher

Ein Mitarbeiter des hessischen Wissenschaftsministeriums hat einen riesigen Bücherschatz nach und nach zusammen geklaut. Die Polizei vermutet, dass er Bibliotheken in ganz Deutschland bestohlen hat.

Mehr als 13.000 historische und zum Teil sehr wertvolle Bücher hat ein Beamter aus Darmstadt in deutschen Bibliotheken gestohlen. Der Gesamtwert könne im Millionenbereich liegen, teilte die Polizei am Donnerstagnachmittag mit. "13.000 Bücher sind noch nicht das Ende", sagte ein Polizeisprecher in Korbach. Die Polizei könne noch keine verlässlichen Angaben machen. Zuvor war das Diebesgut noch auf 5000 Bände geschätzt worden.

"Die Bücher sind überwiegend aus dem 18. Jahrhundert", teilte der Sprecher mit. Das älteste der bislang untersuchten Werke sei die "Physiologia Kircheriana Experimentalis" (1680) des deutschen Gelehrten Athanasius Kircher. Im Antiquariatsportal "Abebooks" wurde das Werk am Donnerstag für 7500 Euro angeboten. Auch fanden die Beamten eine fünfbändige Kupferausgabe von Johann Jakob Scheuchzers wertvoller Barockschrift "Physica Sacra" (1771).

Der mutmaßliche Dieb ist ein Mitarbeiter des hessischen Wissenschaftsministeriums. Laut Polizei war er am Dienstag auf frischer Tat ertappt worden, als er mit 53 Büchern aus der Fürstlich Waldeckischen Hofbibliothek des Bad Arolser Schlosses verschwinden wollte. Er sei schon zuvor verdächtigt worden, nachdem aus der Büchersammlung immer wieder Werke der Fachgebiete Mineralogie, Geophysik und Naturlehre verschwunden waren. Bis dahin genoss der 45-Jährige großes Vertrauen und konnte sich in der Bibliothek ungestört bewegen.

Dieb wurde vom Dienst suspendiert

In seinem Einfamilienhaus in Darmstadt fand die Polizei dann den riesigen Bücherschatz. "Wir gehen davon aus, dass der allergrößte Teil nicht ihm gehört", sagte der Sprecher. Auf den ersten Blick sollen die Werke nicht erkennbar beschädigt sein. Zunächst würden Bibliothekare den Fund untersuchen und die bestohlenen Bibliotheken benachrichtigen.

Der Mann ist laut Polizei mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Zu den Vorwürfen oder seiner Motivation habe er sich zunächst nicht geäußert. Das hessische Wissenschaftsministerium hat die Ermittlungen gegen einen seiner Beamten bestätigt. Der Betroffene sei vom Dienst suspendiert worden, sagte ein Sprecher in Wiesbaden. Weitere Angaben wollte er aber nicht machen.

kave/DPA/DPA

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