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Entführt und beinahe Sexsklavin - jetzt spricht das Model über sein Martyrium

Ein 20-jähriges Model ist in Italien entführt worden und sollte als Sexsklavin versteigert werden. Nun hat die junge Britin einer Zeitung berichtet, wie sie das Verbrechen erlebt hat.

Betäubt, entführt und als Sexsklavin im Darknet zum Verkauf angeboten: Diesen Albtraum durchlebte das britisches Model Chloe Ayling. Der Zeitung "Daily Mail" schilderte die 20-Jährige nun, wie sie die Entführung erlebte.

"Ich habe eine furchteinflößende Erfahrung gemacht", sagte Ayling der Zeitung. "Ich habe um mein Leben gefürchtet. Sekunde um Sekunde, Minute um Minute, Stunde um Stunde."

Am 10. Juli sei sie nach Mailand geflogen, berichtet sie der Zeitung. Dort sei sie vom späteren mutmaßlichen Entführer angerufen worden. Er habe sich als Fotograf ausgegeben und sie für den nächsten Tag in ein vermeintliches Fotostudio nahe dem Mailänder Hauptbahnhof bestellt. Als sie dort ankam, sei sie überfallen worden. "Eine Person mit schwarzen Handschuhen kam von hinten, packte mich mit einer Hand im Nacken und mit einer hielt sie mir den Mund zu, damit ich nicht schreie", sagte Ayling der "Daily Mail". Eine zweite Person habe ihr etwas in den rechten Unterarm gespritzt. Laut der Zeitung handelte es sich bei der Injektion um Ketamin, ein Mittel, mit dem normalerweise Pferde betäubt werden.

Gefesselt, geknebelt, verschleppt

Auf ihrem Instagram-Account zeigt Model Chloe Ayling ein Selfe von sich im Bad. Sie trägt einen weißen Badeanzug

Model Chloe Ayling wurde entführt und sollte als Sexsklavin versteigert werden

Als sie bewusstlos war, wurde sie laut "Daily Mail" entkleidet, mit Handschellen an Händen und Füßen gefesselt und mit Klebeband geknebelt. Dann sei sie in einen Koffer gesperrt und rund 200 Kilometer in ein Bauernhaus in der Nähe von Turin gefahren worden. Als sie wieder zu Bewusstsein kam, habe sie einen pinken Body und Socken getragen.

Laut italienischen Ermittlern wurde das Model, dessen Instagram-Account mit freizügigen Fotos 166.000 Menschen folgen, in einer Schublade einer hölzernen Kommode eingesperrt. Nachts musste Ayling in einem Schlafsack auf dem Boden schlafen. Laut Polizei wurde die Frau nicht vergewaltigt.

Das Model sagte der "Daily Mail", es seien mindestens fünf Menschen an der Entführung beteiligt gewesen. Zunächst hatten sie sich laut "Daily Mail" an Aylings Model-Agentur gewandt, um Geld zu erpressen. Sollte die Agentur bis zum 16. Juli nicht zahlen, würde man Ayling als Sex-Sklavin im Darknet - einem schwer zugänglichen Teil des Internets - versteigern. Die Zeitung zeigt online auch einen Zettel, mit dem die Entführer für sich geworben haben sollen. Darin behaupten sie, sie könnten auch auf Bestellung Frauen entführen: "Dieser Service ist allerdings ziemlich teuer, besonders bei Zielpersonen außerhalb Europas."

Junge Mutter entführt

Auf dem Zettel steht auch, dass keine tödlich erkrankte oder schwangere Frauen sowie keine jungen Mütter entführt werden. Das soll auch der Grund für Aylings Freilassung gewesen sein. Das hat einen kleinen Sohn. Einer der Entführer habe ihr laut "Daily Mail" gesagt, ihr Boss sei ziemlich sauer gewesen. Immerhin sei auf ihrem Instagram-Account sichtbar, dass sie ein Kind habe.

Ob die Entführer wirklich schon einmal Frauen entführt und als Sexsklavinnen versteigert haben, ist bislang unklar.


tkr

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