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Mexiko liefert Mutter des "wohlstandskranken" Ethan Couch aus

Sie ist unfreiwillig zurück in den USA: Tonya Couch, Mutter des "wohlstandskranken" Teenagers Ethan Couch, wurde von Mexiko ausgewiesen. Ihr Sohn konnte seine Auslieferung bislang verhindern.

Tonya Couch

Tonya Couch floh vor Weihnachten mit ihrem Sohn nach Mexiko. Nun droht ihr eine Haftstrafe

Die Mutter des Texaners Ethan Couch, der betrunken vier Menschen totgefahren hatte und wegen "Wohlstandskrankheit" mit Bewährung davon kam, ist nach ihrer Ausweisung aus Mexiko ohne ihren Sohn in die USA zurückgekehrt. US-Medien zeigten ein Video, das Tonya Couch, 48, am frühen Donnerstagmorgen bei ihrer Ankunft am Flughafen von Los Angeles in Handschellen zeigt. Ihr Sohn Ethan, 18, blieb in Mexiko zurück, wohin sich die beiden vor Weihnachten abgesetzt hatten. Dem Teenager droht in den USA eine Strafe für den Verstoß gegen Bewährungsauflagen.

Der Texaner hatte im Alter von 16 Jahren vier Menschen totgefahren, war aber einer Gefängnisstrafe entgangen. Das Gericht urteilte damals, er sei "wohlstandskrank", als verwöhntes Kind reicher Eltern seien ihm nie Grenzen aufgezeigt worden.

Anwälte verhindern Abschiebung

Ein Mitarbeiter der mexikanischen Einwanderungsbehörde teilte laut CNN mit, dass die Anwälte des Teenagers seine Abschiebung mit einer gerichtliche Verfügung vorerst verhindert hätten.

Vor Weihnachten war Couch in einem Video zu sehen, dass ihn vermutlich bei einer Bierparty zeigt. Alkoholkonsum wäre ein Verstoß gegen die Bewährungsauflagen, auf den eine Gefängnisstrafe steht.

Mutter droht Haftstrafe

Laut der Staatsanwaltschaft in Texas könne nun auch der Mutter eine Haftstrafe drohen. Sollte sie wegen der vereitelten Festnahme eines jugendlichen Straftäters verurteilt werden, müsste sie für zwei bis zehn Jahre hinter Gittern.

tkr/DPA
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