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Tod einer Anwältin bleibt ein Rätsel

Yvonne G. war erfolgreiche Juristin. Im Netz suchte sie schnellen Sex. Bis sie tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde. Doch einem Verdächtigen konnten die Richter die Tat schlicht nicht nachweisen.

Von Kerstin Herrnkind

  Dem Verdächtigen Markus K. konnte das Landgericht Leipzig keine Tat nachweisen. Er musste freigesprochen werden.

Dem Verdächtigen Markus K. konnte das Landgericht Leipzig keine Tat nachweisen. Er musste freigesprochen werden.

  • Kerstin Herrnkind

Der rätselhafte Tod der Leipziger Rechtsanwältin Yvonne G. wird wohl nie aufgeklärt werden. Das Landgericht Leipzig hat den Angeklagten, den 45-jährigen Geschäftsmann Markus K., von dem Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge frei. K. stand unter Verdacht, die Anwältin bei Fesselspielen erwürgt zu haben. An einem Montagmorgen im Februar 2008 hatte die Polizei die 27-Jährige Juristin tot in ihrer Wohnung gefunden. Yvonne G. hing, mit einem Abschleppseil um den Hals, an der Türklinke ihrer Schlafzimmertür. Zunächst sah alles nach Selbstmord aus. Bis die Gerichtsmediziner Zweifel anmeldeten. Denn am Seil und an den Kleidern der Toten wurden DNA-Spuren eines Mannes sichergestellt.

"Ich bin überzeugt, dass es kein Suizid war, aber mir fehlt ein schlüssiges Bild, was wirklich in der Wohnung passiert ist", sagte Staatsanwalt Torsten N. in seinem Plädoyer und forderte, wie die Verteidigung, einen Freispruch.

"Tatort" gucken statt "alles mit ihr machen"

Der Staatsanwalt hatte das Verfahren gegen K. 2011 – nach einem Ermittlungsverfahren, das sich über dreieinhalb Jahre hingezogen hatte – zunächst eingestellt. Erst als der Hamburger Rechtsanwalt Uwe Toben gegen diese Entscheidung Beschwerde einlegte, wurde K. vor Gericht gestellt. Die Staatsanwaltschaft verweigerte dem Anwalt zunächst die Akteneinsicht - angeblich mit Blick auf Persönlichkeitsrechte Dritter. Ein Tagebuch der Anwältin verriet, dass sie ein gefährliches Doppelleben geführt hatte: Tagsüber arbeitete sie als Wirtschaftsanwältin für eine renommierte Kanzlei. Nach Feierabend tauschte sie ihre dunklen Hosenanzüge gegen Korsett, Minirock und hohe Stiefel, ging auf Swingerpartys oder suchte als "Innocentia" schnellen Sex im Netz. In ihrem Tagebuch hatte die Juristin die Namen ihrer Liebhaber festgehalten, darunter ein adeliger Geschäftsmann, Unternehmer, Lehrer, ein Beamter einer Bundesbehörde, ein Polizist.

Auch K. gehörte offenbar zu den Liebhabern der Juristin. Vier Tage vor ihrem Tod schickte er der Anwältin eine Kurzmitteilung aufs Handy: "Bin etwas unruhig, neugierig und lustvoll auf deinen Körper, möchte deine devote Seele streicheln". K. und die Anwältin hatten sich über einen Internet-Sexclub kennengelernt. Bereits eine Woche nach dem Tod von Yvonne G. war K. Anfang 2008 als Zeuge vernommen worden. Er habe mit Yvonne G. am Sonntag vor ihrem Tod in seiner Wohnung "Tatort" geguckt, gab er zu Protokoll. "Innocentia" habe ihm zu verstehen gegeben, dass er "alles mit ihr machen könne". Er habe abgelehnt. Freiwillig gab er eine Speichelprobe ab.

K. bestritt Sex mit dem Opfer

Im August 2009, als feststand, dass die DNA-Spuren am Seil und an den Kleidern von ihm stammen, wurde K. erneut vernommen. Wieder nur als Zeuge und nicht als Beschuldigter, denn theoretisch hätten die DNA-Spuren am Seil von einvernehmlichen Fesselspielen stammen können.

Doch K. bestritt, je Sex mit Yvonne G. gehabt zu haben und in ihrer Wohnung gewesen zu sein. Seine Angaben passten jedoch nicht zu den Spuren. K. verweigerte im Prozess die Aussage, so dass sich die Richter außerstande sahen, zu klären, was genau in der Wohnung geschehen war. Dem Angeklagten sei schlicht und einfach keine konkrete Tathandlung nachzuweisen. "Wenn ich einem Angeklagten kein strafrechtliches Vergehen nachweisen kann, ist eine Verurteilung nicht möglich", sagte der Vorsitzende Richter.

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