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Schütze verletzt 19 Menschen bei Muttertagsparade

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Boston Marathon sind die USA erneut aufgeschreckt worden. In New Orleans schossen Unbekannte während einer Muttertagsparade in die Menge. Es gab 19 Verletzte.

Bei einer Schießerei auf einer Muttertagsparade in New Orleans sind 19 Menschen verletzt worden, darunter zwei zehn Jahre alte Kinder. Viele der Opfer hätten Streifschüsse abbekommen, die meisten Verletzungen seien nicht lebensgefährlich, teilte die örtliche Polizei mit. Die US-Bundespolizei stufte den Vorfall als "Straßengewalt" ein, die keinen terroristischen Hintergrund habe.

Bei der Schießerei am Sonntagnachmittag (Ortszeit) seien 17 Erwachsene und zwei zehnjährige Kinder verletzt worden, hieß es in der Mitteilung der Ermittler. Die beiden Kinder, ein Mädchen und ein Junge, hätten Streifschüsse abbekommen, ihr Zustand sei gut. "Derzeit gibt es keine Todesopfer und die meisten Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich", hieß es weiter. Ein Mann und eine Frau würden noch operiert.

Zwei verschiedene Waffentypen

Der Polizeichef von New Orleans, Ronal Serpas, sagte vor Journalisten, die Schüsse seien "vielleicht mit zwei verschiedenen Waffentypen" abgegeben worden. Unmittelbar danach hätten Polizeibeamte drei Menschen wegrennen sehen, nach denen jetzt gesucht werde.

"Es scheint, dass diese zwei oder drei Leute aus einem uns unbekannten Grund angefangen haben, in Richtung oder in der Menge zu schießen", führte Serpas aus. "Es war innerhalb von ein paar Sekunden vorbei." Der Polizeichef kritisierte "den Egoismus von manchen Leuten, und ich denke, was uns alle frustriert, ist dass die großartige Kultur dieser Stadt manchmal ein bisschen unter dem selbstsüchtigen Verhalten mancher Leute leidet".

Kein Hinweis, dass es ein Anschlag war

Die Zeitung "Times-Picayune" berichtete unter Berufung auf Serpas, an der Parade hätten zwischen 300 und 400 Menschen teilgenommen. In dem Bereich der Schießerei hätten sich 200 Menschen aufgehalten. Ein Journalist der Zeitung hörte nach eigenen Angaben sechs oder sieben Schüsse.

FBI-Sprecherin Mary Beth Romig erklärte, es gebe "keinen Grund zu glauben, dass es sich um einen Terrorakt handelte". Der Vorfall im südlichen Bundesstaat Louisiana sei vielmehr als "Straßengewalt" einzustufen. Die Polizei bat die Bevölkerung auf der Suche nach den Tätern um ihre Mithilfe. Für Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen, wurde eine Belohnung in Höhe von 2500 Dollar (1900 Euro) ausgesetzt.

"Unerbittlicher Trommelschlag der Gewalt"

Der Bürgermeister von New Orleans, Mitch Landrieu, sagte nach einem Besuch bei einigen Opfern der Schießerei im Krankenhaus, dies sei "ein sehr tragischer Tag für uns". Die Bürger der Stadt sollten nun bei der Suche nach den Tätern helfen, damit "wir sicherstellen, dass sie keine unschuldigen Opfer mehr verletzen".

Landrieu verurteilte die verbreitete Gewalt auf den Straßen von New Orleans. Selbst ein Fest wie Muttertag "scheint den unerbittlichen Trommelschlag der Gewalt nicht zu unterbrechen", kritisierte der Bürgermeister. "Das ist eine Schande und das muss aufhören."

dho/AFP/DPA/DPA
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