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Ex-Pfleger tötete womöglich sieben weitere Patienten

Fünf Patienten hat Niels H. nachweislich totgespritzt. Der Ex-Krankenpfleger war dafür zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nachdem nun mehrere Leichen exhumiert wurden, könnte sich die Opferzahl noch mal deutlich erhöhen.

Ex-Krankenpfleger Niels H. versteckt sein Gesicht hinter einem Aktendeckel

Niels H. bei einem Gerichtstermin in Oldenburg. Im Februar 2015 wurde der Ex-Krankenpfleger zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der wegen Mordes verurteilte Ex-Krankenpfleger Niels H. hat möglicherweise sieben weitere Patienten auf dem Gewissen. Das hätten die Exhumierungen von mehreren Leichen auf Friedhöfen in Stuhr und Ganderkesee nahe Delmenhorst in Niedersachsen ergeben, teilten die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die dortige Polizei am Mittwoch mit. Bei den Leichen seien Rückstände eines Herzmedikaments nachgewiesen worden, mit dem der Pfleger am Klinikum Delmenhorst Patienten totgespritzt hatte. Damit erhöhte sich die Zahl der möglichen weiteren Opfer auf 21 seit Beginn der Exhumierungen.

Niels H. gestand vor Gericht 30 Taten

Das Landgericht Oldenburg hatte Niels H. im vergangenen Februar unter anderem wegen Mordes und Mordversuchs an Patienten am Klinikum Delmenhorst in fünf Fällen verurteilt - zu lebenslanger Haft. Im Prozess hatte er jedoch gestanden, von 2003 bis 2005 etwa 30 Patienten getötet zu haben. Die Polizei geht sogar von mehr als 200 Verdachtsfällen nach. 

In den vergangenen Monaten ließen die Ermittler deswegen zahlreiche Gräber auf Friedhöfen öffnen. Auch zurzeit liefen wieder Exhumierungen, sagte eine Polizeisprecherin. Diese werden die Polizei voraussichtlich noch mehrere Monate beschäftigen.


mod/DPA
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