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Gefängniswärterin befreit Vergewaltiger und flieht mit ihm

In einem Schweizer Gefängnis hat sich eine außergewöhnliche Flucht ereignet: Eine Aufseherin befreite einen verurteilen Syrer aus seiner Zelle. Die 32-Jährige soll sich zuletzt sehr für den Koran interessiert haben.

Syrer und Wärterin Angela Magdici von der Schweiz nach Italien

Gefängnisinsasse Hassan Kiko und Wärterin Angela Magdici sollen sich von der Schweiz ins Ausland abgesetzt haben, möglicherweise nach Italien

Es ist der Stoff, aus dem Filme und Serien sind: In der Schweiz hat sich ein spektakulärer Gefängnisausbruch ereignet. Ein Insasse ist auf der Flucht - gemeinsam mit einer Gefängniswärterin. Ausgerechnet sie soll ihm zu der Tat verholfen haben und nun mit ihm auf dem Weg ins Ausland sein. Die beiden seien international zur Fahndung ausgeschrieben worden, heißt es bei der Kantonspolizei in Zürich. Es wird spekuliert, dass Angela Magdici, 32, sich zu dem verurteilten Vergewaltiger aus Syrien hingezogen fühlte.

Flüchteten beide von der Schweiz nach Italien?

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler befreite Magdici den 27-Jährigen Hassan Kiko am Dienstag aus seiner Zelle im Gefängnis in Limmatal, in der Nähe von Zürich. Mit einem schwarzen BMW sollen sie in Richtung Italien gefahren sein. 

Angela Magdici ist Schweizer Medien zufolge verheiratet, lebt jedoch seit einigen Monaten getrennt von ihrem Mann. Der hat sich nun über seine Ex-Partnerin geäußert, der allerdings auch nicht sicher ist, warum sich die 32-Jährige mit Kiko abgesetzt hat und ob sie dem Straftäter verfallen ist. Den Angaben des Ex-Mannes zufolge lernten er und Magdici sich vor drei Jahren auf einer Thaiboxing-Veranstaltung kennen. "Ich habe Angela geliebt und wollte Kinder mit ihr", sagte er "blick.ch". Vor drei Monaten habe sie sich trennen wollen und sei ausgezogen.

Magdici las den Koran

Schon Wochen vor der Trennung habe er gemerkt, dass seine Frau sich veränderte. "Vorher war sie lieb, sie hat wirklich ein großes Herz", sagte er. Doch mit der Zeit sei sie "gleichgültig und aggressiv" geworden.

Einige Wochen vor der Trennung habe sie dann angefangen, sich mit dem Koran zu beschäftigen, berichtet der Mann. Und dann war da noch etwas anderes: "Einmal kam ein SMS auf Arabisch und die beste Freundin von Angela sollte dieses so schnell wie möglich übersetzen." Die Nachricht, vermutet er nun, stammte vielleicht von Kiko.

Wusste Magdicis Freundin von ihren Plänen?

Laut "blick.ch" wohnte Magdici mit einer Freundin zusammen. Die 30-Jährige soll ebenfalls als Gefängniswärterin arbeiten. Den Angaben zufolge führte die Polizei kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls eine Razzia in der Wohnung durch. 

Die Freundin und ihr Partner wollen nichts von den Plänen Magdicis mitbekommen haben. Magdicis Ex-Mann glaubt nicht daran. "Sie wusste genau, was Sache ist", zitiert ihn die Zeitung. Ob das stimmt, und wer womöglich in die Fluchtpläne eingeweiht war, muss nun die Polizei klären.


kis
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