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Rasenmäherbenzin löst Großeinsatz der Polizei aus

Zwei Wochen nach dem missglückten Attentat vom Times Square hat in New York erneut ein verdächtiges Auto für Aufregung gesorgt. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, evakuierte ein Gebäude, sperrte mehrere Straßen - und gab schließlich Entwarnung.

Knapp zwei Wochen nach dem gescheiterten Anschlag auf den New Yorker Times Square hat die Polizei in der Millionenstadt erneut wwegen eines verdächtigen Fahrzeugs Bombenalarm ausgelöst. In dem in der Nähe des zentral gelegenen Union Square geparkten Wagens waren zwei verdächtige Benzinkanister entdeckt worden. Die Polizei räumte daraufhin ein Gebäude und sperrte mehrere Häuserblocks und Straßen ab. Sprengstoffexperten untersuchten das Auto unter anderem mit einem Roboter. Anschließend gab die Polzei Entwarnung. Es sei kein Sprengsatz gefunden worden, teilte ein Sprecher am Freitagmorgen mit.

Das vor einem Bürogebäude des Energieversorgers Con Edison geparkte Auto war einem Angestellten aufgefallen, weil auf dem Rücksitz zwei Treibstoffkanister lagen. Der mittlerweile ausfindig gemachte Besitzer des Wagens gab laut Polizei an, der Treibstoff sei für seinen Rasenmäher bestimmt. Unter dem Union Square liegt einer der Knotenpunkte des New Yorker U-Bahn-Netzes, auch der bei Touristen beliebte Stadtteil Greenwich Village und die Universität von New York befinden sich in der Nähe.

Drei Festnahmen bei Ermittlungen zu Anschlagsversuch

Wenige Stunden vor dem Zwischenfall hatten US-Ermittler im Zusammenhang mit dem versuchten Anschlag vom 1. Mai offenbar einen Ring von Geldkurieren gesprengt. Nach Durchsuchungen in vier Bundesstaaten teilten die Behörden am Donnerstag mit, dass über das jetzt aufgedeckte System Geld in die USA geschleust worden sei. Mit dem Geld hätten Anschläge wie der misslungene auf dem Times Square finanziert werden sollen. Nach CNN-Angaben wurden bei den Durchsuchungen in den Bundesstaaten Massachusetts, New York, New Jersey und Maine drei Männer festgenommen. Zweien werde allerdings nur illegale Einwanderung vorgeworfen, ihre Festnahme sei ein Zufall gewesen.

Eine FBI-Sprecherin erklärte, die Durchsuchungen mit Schwerpunkt in Boston seien "das Ergebnis unserer Beweisaufnahme nach dem versuchten Anschlag auf den Times Square". Hinter der Aktion stünden keine unmittelbaren Bedrohungen oder Anschlagswarnungen. Ob es einen direkten Kontakt der Kuriere zu dem Bombenleger vom Times Square gebe, werde noch untersucht.

Der zwei Tage nach der Tat festgenommene Verdächtige hatte nach FBI-Angaben weitreichende Angaben gemacht. Faisal Shahzad hatte zugegeben, einen Geländewagen mit einer Autobombe auf dem von Touristen und Theaterbesuchern bevölkerten Times Square abgestellt zu haben. Der Sprengsatz zündete jedoch nicht, niemand kam zu Schaden.

In Pakistan wurde nach einem Bericht der "Washington Post" ein Verdächtiger festgenommen. Der Mann soll nach Angaben eines US-Geheimdienstmitarbeiters Verbindungen zu den pakistanischen Taliban haben. Die Terrorgruppe steckt nach amerikanischen Erkenntnissen hinter dem Anschlagsversuch.

DPA/DPA

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