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Verdächtiger stellt sich der Polizei

Der Druck in der Türkei wurde offenbar zu groß: Im Fall Jonny K., der am Alexanderplatz zu Tode geprügelt wurde, ist der geflüchtete Hauptverdächtige Onur U. nach Berlin zurückgekehrt.

  Der Alexanderplatz in Berlin wenige Tage nach der Prügelattacke: Verwandte, Freunde und Passanten von Jonny K. hatten Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt.

Der Alexanderplatz in Berlin wenige Tage nach der Prügelattacke: Verwandte, Freunde und Passanten von Jonny K. hatten Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt.

Ein halbes Jahr nach der tödlichen Gewaltorgie am Berliner Alexanderplatz ist der Hauptverdächtige gefasst. Der 19-jährige Onur U. war in der Türkei untergetaucht und stellte sich am Montag den deutschen Justizbehörden, wie die Senatsverwaltung für Justiz mitteilte. Zielfahnder nahmen den Verdächtigen nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA am Flughafen Tegel fest. Er soll noch am Nachmittag vor den Haftrichter kommen.

Onur U. gilt als Anstifter der Tat. Mit seiner Festnahme sind alle sechs Verdächtigen gefasst. Ein Prozess soll voraussichtlich im Mai beginnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich bei ihrer Türkei-Reise im Februar für die Strafverfolgung eingesetzt.

Onur U. hatte sich nach dem Tod des Prügelopfers Jonny K. in die Türkei abgesetzt. Der damals 20 Jahre alte Jonny K. war in der Nacht zum 14. Oktober 2012 vor einem Lokal nahe dem Alexanderplatz von Schlägern so heftig attackiert worden, dass er einen Tag später an Gehirnblutungen starb. Auch ein Freund wurde angegriffen und verletzt. Der Gewaltexzess hatte bundesweit Entsetzen und eine Debatte über Jugendgewalt ausgelöst.

Gegen den Hauptverdächtigen hatten zuletzt die türkischen Behörden wegen Mordes ermittelt. Der deutsche Haftbefehl bestand weiter. Offenbar war der Druck so groß, dass der Hauptverdächtige zurückkam. In der Türkei hätte ihm bei einer Verurteilung ein härtere Strafe gedroht. Dort wird auch kein Jugendstrafrecht angewendet.

mad/DPA/AFP/DPA
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