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Gaucks Leibwächter lässt sich die Rolex stehlen

Die Personenschützer von Bundespräsident Joachim Gauck sind starke Männer, denen so schnell nichts passiert - sollte man meinen. Einer von ihnen wurde nun in Neapel ausgeraubt.

  Als Bundespräsident Joachim Gauck geschäftlich nach Neapel reiste, wurde sein Leibwächter ausgeraubt.

Als Bundespräsident Joachim Gauck geschäftlich nach Neapel reiste, wurde sein Leibwächter ausgeraubt.

Der Sicherheitsbeamte von Bundespräsident Joachim Gauck wollte nur einen kleinen Spaziergang an Neapels Uferpromenade machen, als er ausgeraubt wurde - die Täter zwangen ihn mit einer Pistole, seine Rolex rauszurücken, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Gauck besuchte die süditalienische Stadt am vergangenen Montag und Dienstag, um mit den italienischen und polnischen Kollegen zu sprechen. Sein Leibwächter war bereits vorgereist. Bei einem abendlichen Ausflug in der Umgebung des Hotels Excelsior, in dem das Sicherheitspersonal wohnte, wurde er laut der italienischen Zeitung "Corriere" von mehreren Jugendlichen bedroht, die ihm blitzschnell die Armbanduhr vom Handgelenk rissen. Die Pistole war, wie "La Repubblice" berichtete, eine Spielzeugattrappe, doch sie zeigte ihre Wirkung. Trotzdem gingen die Diebe bei ihrem Raubzug leer aus, denn auch die Rolex war eine Fälschung und so gut wie wertlos. Wohl aus diesem Grund stellte der Sicherheitsbeamte keine Strafanzeige.

Neapels schlechter Ruf

Die Reaktionen auf die Berichterstattung in den italienischen Medien reichen von Häme bis Verständnislosigkeit. "Das weiß doch jeder, dass man in Neapel keine Rolex tragen sollte. Das steht in jedem Touristenführer", kommentiert Anna Martucci einen Facebookeintrag von "Tgcom24". Neapel ist neben Problemen mit der Müllentsorgung und der Macht der Mafia ebenso für die gewieften Taschendiebe bekannt. "War der Dieb so abgebrüht oder der Leibwächter so blöd?", fragt sich ein Nutzer.

Doch besonders bei Twitter zeigen die Kommentare, dass viele Italiener erschüttert über die Situation in Neapel sind - förderlich für den Tourismus sind solche Negativschlagzeilen nämlich nicht. Twitter-Nutzerin Fernanda Roggero fasst es passend zusammen: "Die Geschichte würde einen zum Lachen bringen, wenn sie nicht zum Heulen wäre."

Henrietta Reese

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