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Hamburger Polizei beklagt neue Masche: "Alle Opfer Frauen"

Junge Frauen werden plötzlich von einer Gruppe Männern umringt, begrapscht und bestohlen - auch in Hamburg sind nach massiven Übergriffen in der Silvesternacht bisher 27 Strafanzeigen eingegangen.

Davidwache Hamburg Reeperbahn

Die Davidwache auf der Hamburger Reeperbahn: Hier ging die erste Anzeige zur Silvesternacht ein

Auch die Polizei in Hamburg ermittelt wegen einer Reihe von sexuellen Übergriffen auf junge Frauen in der Silvesternacht. Die Opfer seien jeweils von mehreren Männern an der Reeperbahn umringt und an der Brust oder im Intimbereich begrapscht worden, sagt Polizeisprecher Holger Vehren.

Zugleich hätten ihnen die Täter Handys, Papiere und Geld weggenommen. Bislang seien zehn Fälle angezeigt worden. Die Frauen seien im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Das Landeskriminalamt ermittele wegen sexueller Belästigung sowie wegen Raubes und räuberischen Diebstahls.

Zuvor hatten Übergriffe auf Frauen in Köln Entsetzen ausgelöst. Dutzende Frauen sollen dort in der Silvesternacht auf dem Bahnhofsvorplatz aus einer Gruppe von etwa 1000 Männern heraus angegriffen worden sein. Die Polizei sprach von Sexualdelikten in massiver Form und von einer Vergewaltigung.

Auch in Hamburg soll es sich bei den Tätern im Alter zwischen 20 und 40 Jahren um Männer "mit südländischem oder arabischem Aussehen" gehandelt haben. Die genannte Zahl der Angreifer schwanke zwischen 5 bis 6 und 5 bis 20. Ob es sich jeweils um dieselben Täter oder um verschiedene Gruppen gehandelt habe, sei noch nicht geklärt.

"In diesem Fall sind alle Opfer Frauen"

Die Art des Vorgehens sei für Hamburg neu. Bisher seien Menschen in Einzelfällen von Dieben "angetanzt" und bestohlen worden. Davon seien aber auch Männer betroffen. "In diesem Fall sind alle Opfer Frauen, auch das ist besonders", sagt Vehren. Nach Silvesterfeiern in früheren Jahren oder anderen Großereignissen wie dem Alstervergnügen seien keine Übergriffe nach dieser Methode bekanntgeworden.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind beim zuständigen Landeskriminalamt 27 Strafanzeigen für die Silvesternacht eingegangen, bei denen eine sexuelle Belästigung begangen wurde oder Teil der Tathandlung war. Von diesen Fällen sind 10 Taten nach jetzigem Ermittlungsstand ausschließlich als sexuelle Belästigung zu bewerten, in 17 Fällen wurden den Opfern zudem Geldbörse, Papiere, Bargeld und/oder Smartphone gestohlen.

Bislang liegen etwa 50 Hinweise vor, die derzeit ausgewertet werden.

Zeugen, aber insbesondere auch mögliche Opfer werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 040/4286-56789 zu melden.

tim/DPA
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