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Gericht spricht Arzt nach Brechmitteleinsatz frei

Ein Polizeiarzt, der durch den Einsatz eines Brechmittels den Tod eines Drogendealers zu verantworten hat, ist vom Landgericht Bremen ein zweites Mal freigesprochen worden. Den ersten Freispruch hatte der Bundesgrichtshof aufgehoben. Der Fall wurde neu aufgerollt.

  Freispruch: Polizeiarzt Igor V. (l.)

Freispruch: Polizeiarzt Igor V. (l.)

Das Landgericht Bremen hat einen wegen eines tödlichen Brechmitteleinsatzes angeklagten Polizeiarzt am Dienstag freigesprochen. Der Mediziner Igor V. hatte einem mutmaßlichen Drogendealer vor mehr als sechs Jahren Brechsirup über eine Magensonde eingeflößt, weil dieser zuvor verschluckte Kokainpäckchen erbrechen sollte. Der 35-jährige Verdächtige fiel danach ins Koma und starb einige Tage später.

In dem neu aufgerollten Prozess hatte die Staatsanwaltschaft neun Monate Haft auf Bewährung für den 47-Jährigen gefordert. Der Vorwurf: fahrlässige Tötung und vorsätzliche Körperverletzung. Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch. In einem ersten Prozess hatte das Landgericht den Polizeiarzt im Dezember 2008 freigesprochen. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber auf.

dho/DPA/DPA

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