Startseite

Lebenslange Haft für Morde mit K.o.-Tropfen

Seine Opfer stammten aus der Berliner Homosexuellen-Szene: Dirk P. soll mit K.o.-Tropfen drei Männer ermordet haben. Dafür schickt ein Berliner Gericht ihn nun in Haft - möglicherweise für immer.

  Der ehemalige Lehramts-Referendar Dirk P. verbirgt auf der Anklagebank des Berliner Landgerichts sein Gesicht.

Der ehemalige Lehramts-Referendar Dirk P. verbirgt auf der Anklagebank des Berliner Landgerichts sein Gesicht.

Wegen dreifachen Mordes mit K.o.-Tropfen hat das Berliner Landgericht einen Lehrer-Referendar zu lebenslanger Haft verurteilt. In seinem Urteil sah es das Gericht am Freitag als erwiesen an, dass der 38-Jährige drei Männer aus der Berliner Homosexuellen-Szene mit einer Überdosis Liquid Ecstasy vergiftet hatte. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist nach Ende der Haft eine anschließende Sicherheitsverwahrung möglich.

Der frühere Rettungssanitäter hatte die auch als K.o.-Tropfen bekannte Droge seinen Opfern heimlich in Getränke gemischt. Bei den Taten vom April und Mai 2012 hatte der Referendar Kreditkarten und knapp 500 Euro erbeutet. Zwei Homosexuelle wurden in ihren Wohnungen vergiftet. Ein 32-Jähriger wurde in einer Bar tot aufgefunden.

Mit dem Urteil entsprach das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. "Es war das Werk, eines kaltblütigen, bösen Menschen", der sich schlicht habe bereichern wollen, hatte die Staatsanwältin im Plädoyer betont. Aus ihrer Sicht war es für den Mann "ein erhebendes Gefühl, seine Opfer sterben zu sehen". Der Angeklagte selbst hatte den Tod der drei Männer als ein Versehen dargestellt.

tkr/DPA/DPA

Weitere Themen

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

Partner-Tools