Startseite

Todeskandidatin wird nach 27 Jahren freigelassen

Mit 15 tötete Paula Cooper in den USA eine Lehrerin wegen 10 Dollar. Mit 16 war sie die jüngste Gefangene in einer Todeszelle. Nun ist sie frei - nach fast 30 Jahren hinter Gittern.

  Paula Cooper bei ihrer Verhaftung im Jahr 1985

Paula Cooper bei ihrer Verhaftung im Jahr 1985

Die einst jüngste Amerikanerin in einer Todeszelle ist frei. Paula Cooper, die 1986 im Alter von 16 Jahren wegen Mordes an einer Religionslehrerin zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt worden war, verließ am Montag das Gefängnis von Rockville im US-Staat Indiana, wie US-Medien berichteten.

Gegen das Todesurteil hatten seinerzeit Millionen Menschen mit einer Unterschriftenaktion protestiert. Auch Papst Johannes Paul II. setzte sich damals direkt bei Gouverneur Robert Orr für Paula ein. Zum stärksten Verbündeten der Verurteilten entwickelte sich aber der Enkel der Ermordeten, Bill Pelke. Er hatte schon vor Jahren mit der Gefangenen Kontakt aufgenommen, ihr vergeben und will nun mit ihr einkaufen und essen gehen, wie der US-Sender CNN berichtete.

Hoffnungslos verdorben oder traumatische Kindheit?

Die damals 15-jährige Paula hatte 1985 zusammen mit anderen Mädchen unter dem Einfluss von Marihuana den Plan entwickelt, die 78-jährige Ruth Pelke in der Stadt Gary auszurauben. Paula hatte ein Küchenmesser dabei und stach 33 Mal zu, wie aus späteren Gerichtspapieren hervorging. Die Beute: zehn Dollar.

Paula gestand die Tat. Während die Staatsanwaltschaft sie im Prozess als hoffnungslos verdorben charakterisierte, verwies die Verteidigung als mildernde Umstände auf eine Kindheit mit Misshandlungen und anderen traumatischen Erlebnissen. Dennoch landete Paula in der Todeszelle.

Eine Protestwelle begann. Dabei ging es auch um Vorwürfe rassistischer Vorurteile: Paula Cooper ist dunkelhäutig. 1988 verbot der Supreme Court der USA dann die Hinrichtung von verurteilten Mördern, die zur Tatzeit jünger als 16 waren. Das höchste Gericht Indianas wandelte Paulas Strafe in 60 Jahre Haft um, mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung.

Eine ungewöhnliche Freundschaft

Bill Peske hat sich vehement dafür eingesetzt, dass sie auf freien Fuß kommt. Seine Großmutter hätte es gewollt, Paula "Liebe und Mitgefühl entgegenzubringen", zitierte ihn der Sender CNN. Demnach besuchte er die Gefangene im Laufe der Jahre immer wieder, außerdem schickten sich beide E-Mails - eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelte sich, wie es CNN formulierte.

Medienberichten zufolge hat Paula im Gefängnis studiert, sie bereut ihre Tat zutiefst. "Sie würde sie ungeschehen machen, wenn sie es nur könnte", zitiert CNN Bill Peske. "Sie weiß, dass sie damit leben muss."

Seit 2005 ist in den USA die Todesstrafe für Menschen verboten, die zum Tatzeitpunkt minderjährig waren. 1985 erlaubte der US-Bundesstaat Indiana dem öffentlichen Rundfunksender NPR zufolge die Hinrichtung für verurteilte Straftäter ab zehn Jahren. Der damalige Staatsanwalt im Fall Cooper sei jetzt gegen jede Todesstrafe, egal, wie alt die Straftäter sind.

tkr/Gabriele Chwallek/DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools