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11. August 2006, 14:09 Uhr

Flüssigsprengstoffe

Nitroglyzerin ist der wohl bekannteste Flüssigsprengstoff. Doch es gibt noch eine Reihe weiterer, deren Zutaten leicht zu besorgen sind - und sich unauffällig transportieren lassen.

Als Flüssigsprengstoffe werden Sprengstoffe mit feinpulveriger oder flüssiger Konsistenz bezeichnet. Während etwa Plastiksprengstoff die Form einer knetbaren Masse hat, lassen sich Flüssigsprengstoffe auch in kleinste Behältnisse beliebiger Form füllen. Das macht sie flexibel - und extrem gefährlich.

Besonders bekannt ist Nitroglyzerin, das in seiner flüssigen Reinform bereits bei leichten Stößen explodiert und deshalb für Terroristen nur schwer handhabbar ist. Es kann jedoch mit anderen Stoffen gemischt und so in seiner Explosivität reduziert werden. Die Bombe kann dann etwa elektronisch gezündet werden.

Ebenfalls zu den Flüssigsprengstoffen zählt Ammoniumnitrat, das in einer Mischung mit explosionshemmenden Stoffen auch als Düngemittel verwendet wird. Mischt man den Stoff in seiner reinen Form mit Schmieröl, entsteht "Spreng-Öl" - ein Flüssigsprengstoff, der nicht nur leicht herstellbar, sondern auch hochgefährlich ist.

Als besonders attraktiv für Terroristen gilt zudem der in seiner Reinform feinpulverige Sprengstoff Triacetontriperoxid (TATP): Die notwendigen Zutaten gibt es in jeder Apotheke, die Herstellung ist einfach. Dabei genügt schon die in eine Babymilchflasche passende Menge, um erheblichen Schaden anzurichten.

Zudem können die unverdächtigen Komponenten einiger Flüssigsprengstoffe in kleinen Mengen einzeln transportiert werden. Werden sie erst im Flugzeug gemischt, ist eine Erkennung bei der Gepäckkontrolle kaum noch möglich: Was beim Check-in wie ein Fläschchen mit Milch aussieht, wird nach dem Start zur tödlichen Bombe.

AP
 
 
 
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