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20. Juli 2010, 07:17 Uhr

Vater setzt Sohn an der Autobahn aus

Da hat es wohl einer mit der strengen Erziehung ein bisschen zu ernst genommen: Ein Vater hat seinen 14-jährigen Sohn nach einem Streit an einer Autobahnraststätte ausgesetzt - mit fünf Euro sollte der Filius die 450 Kilometer ins heimische Rheinland bestreiten.

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Ein Rastplatz kann ganz schön trostlos sein, wenn man dort alleine zurückgelassen wird© Jens-Ulrich Koch/DDP

Nach einem Streit hat ein Autofahrer aus dem Rheinland seinen 14-jährigen Sohn auf der Autobahn ausgesetzt. Der Mann ließ den Jungen 450 Kilometer von zu Hause entfernt auf einem Rastplatz im nordbayerischen Steigerwald zurück, teilte die Polizei am Montag in Würzburg mit.

Der Junge sei am Sonntagabend mit Rucksack auf dem Rücken bei Schlüsselfeld in Bayern an der A3 entlang gelaufen. Autofahrer hätten ihn gesehen und die Beamten informiert. Die Polizisten nahmen den Jungen in ihre Obhut und riefen dessen Vater an - der war aber schon 180 Kilometer weiter gefahren.

Fünf Euro für 450 Kilometer

Sein Sohn habe sich mit fünf Euro nach Hause kämpfen sollen, sagte der Mann zu seiner Erziehungsmaßnahme. Abholen wollte er seinen Filius nicht, die Polizei solle den Jungen für eine Nacht auf der Dienststelle lassen. Erst massives Drängen der Beamten konnte den Vater überzeugen, umzudrehen und zur Wache zu kommen.

Der 14-Jährige gab an, seinen Vater während der Heimfahrt provoziert zu haben. Dieser hatte ihn von einem Überlebenstraining in Bayern abgeholt. Beim Wiedersehen gegen Mitternacht habe es eine Umarmung und das Versprechen gegeben, sich wieder zu vertragen, berichtete die Polizei weiter. Das Jugendamt sei dennoch informiert worden.

mre/DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 22)
 
kb26919 (20.07.2010, 15:08 Uhr)
Grundsatz richtig
aber wohl der falsche Ort.


Allerdings kann man von einem 14 jaehrigen erwarten dass er so schlau ist nicht auf der Autobahn rumzulaufen...

Eltern muessen ihren Kinder erziehen waehrend sie noch klein sind dann haben sie spaeter nicht solche Probleme.
Denn was ein 2 Jaehriger nicht lernt,lernt er als 12 Jaehriger auch nicht mehr.
OneSizeFitsAll (20.07.2010, 14:49 Uhr)
Glück gehabt.
Der Junge kann froh sein, dass Ihn sein Alter nicht aus dem fahrenden Auto "abgesetzt " hat :-)

Ansonsten erscheint die ganze Angelegenheit ein wenig überzogen.
JRx1 (20.07.2010, 10:13 Uhr)
Manche 14 jaehrige
bringen einen Vater zur weissglut!
Iustitia (20.07.2010, 10:07 Uhr)
Fragwürdig
Prinzipiell konsequent sein finde ich ist vollkommen richtig .
Allerdings sein Kind AUF einer Autobahn auszusetzten is schon verschärft dumm !
Was wenn er überfahren worden wäre, was wenn vom falschen mitgenommen und ein paar Tage später im Gebüsch mißhandelt aufgefunden?? Grob die Fürsorge Pflicht verletzt
Zum Glück ist es glimpflich ausgegangen .
mama2010 (20.07.2010, 09:32 Uhr)
Respekt!
Das nenne ich Konsequenz und das ist es was heute den meisten Eltern fehlt. Vielleicht war die Massnahme etwas drastisch, aber ich habe auch schon ne Vollbremsung auf der AB hingelegt und mit Zornesröte im Gesicht und kurz vorm Herzkasper den Ausstieg angedroht.
Glücklicherweise zeigte das bei meinem Nachwuchs schon Wirkung genug und ich konnte komplett weiterfahren.
botoxia (20.07.2010, 09:23 Uhr)
Erstmal ein paar Tage untertauchen
hätte der Junge sollen. Dann hätte Mami Papi wohl gezwungen, eine Vermisstenanzeige aufzugeben, Papi hätte der Pölizei sagen müssen, dass er Schuld ist am Verschwinden des Sohnes und Papi hätte sich spätestens nach 3 Tagen ohne Lebenszeichen dermaßen geängstigt, dass es ihm eine Lehre gewesen wäre. 5 schlappe Euronen sind natürlich wenig, aber ich als ausgesetztes Kind hätte es meinem Vater so gezeigt.
FloraMacDonald (20.07.2010, 09:00 Uhr)
Roman bringt es auf den Punkt
Wie soll jemand, dem solche "Maßnahmen" als "Erziehungsmethoden" einfallen, ernsthaft geeignet sein, seinem Kind eine vernunftbegabte Lebensführung beizubringen?!?
borntobewild (19.07.2010, 19:51 Uhr)
*Papa meinte wohl:*
Erziehung zur Härte formt den charakter....
tannebaum (19.07.2010, 18:49 Uhr)
trampen... und weg.
wenn er einen guten wagen erwischt hätte, wäre er noch vor dem vater zu hause gewesen...

als erziehungsmittel sicher unzureichend. als fortbewegungsmöglichkeit aber tauglich...
Roman25 (19.07.2010, 18:38 Uhr)
Etwas falsch verstanden
Ich bin kein Freund falsch verstandener Liberalität, aber auch kein Freund blödsinniger Strenge.

Man sollte seinen Kindern vernünftiges, verhältnismäßiges und verantwortungsbewusstes Handeln beibringen. Jemanden mit 5 Euro 500 km von zu Hause auf der Autobahn auszusetzen hat damit nichts zu tun.

Dass der Junge vor solch einem Vater keine Achtung hat, ist doch irgendwie zu verstehen oder etwa nicht ?

Wer sich als Erwachsener Mensch so leicht zu einer solchen Dummheit provozieren läßt, der kann nicht alle Sinne beisammen haben.

Habe letztens im Supermarkt einen Vater mit seinem etwa 12jährigen Sohn gesehen wie der Vater dem Sohn eine Wette um dessen Taschengeld angeboten hat- frage mich was mit den Eltern von heute los ist, dass sie ihre eigenen Kinder um das Taschengeld begaunern müssen oder sie auf der Straße aussetzen.
 
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