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3. Oktober 2009, 14:39 Uhr

Die erste Sturmflut des Herbstes

Sturmtief "Sören" wird Nordfrieslands Küste die erste Sturmflut des Herbstes bringen. Bei orkanartigen Böen soll das Wasser voraussichtlich um 1,5 bis 2,0 Meter höher als das mittlere Hochwasser steigen.

Sturmflutwarnung

Archivbild von einem Brecher in Dagebüll© Christian Hager/DPA

Im Elbegebiet wird die Flut bis zu 1,5 Meter höher als gewöhnlich auflaufen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für Dithmarschen, Nordfriesland und Helgoland Windgeschwindigkeiten bis 115 Kilometer pro Stunde voraus. Das entspricht Windstärke elf.

Die nordfriesischen Halligen stellten sich auf ein Landunter ein. Dabei werden Wiesen und Wege überflutet, nur die Warften mit den Häusern ragen noch aus dem Wasser. Die Bauern auf den Halligen holten rechtzeitig Vieh und Gerätschaften von den tiefliegenden Wiesen. Von einer Sturmflut wird gesprochen, wenn das Wasser mindestens 1,5 Meter höher als normal steigt. Ein erstes Landunter hatte es bereits im September gegeben.

Hooges Bürgermeister Matthias Piepgras behielt die Vorhersagen am Samstagnachmittag im Blick: "Ab 2,0 bis 2,5 Metern beginnt man sich Sorgen zu machen", sagte er. Je nach Windrichtung und Wellenhöhe könnten einige Häuser schon bei 2,5 Metern über dem mittleren Hochwasser nass werden.

Die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) muss ihre Fahrten auf den Linien vom Festland zu den Inseln Föhr und Amrum sowie den Halligen Langeneß und Hooge voraussichtlich nicht unterbrechen. Das Hochwasser komme mitten in der Nacht, wenn die Schiffe sicher in den Häfen liegen, sagte ein Sprecher der W.D.R. Problematisch werde es für die Schiffe, wenn der Sturm mehr als Windstärke acht erreiche. Bei Flutwasserständen von mehr als 1,50 Meter über dem normalen Hochwasser können die Fähren an den Anlegern nicht mehr festmachen. Die Reederei Helgoline stellte ihre Verbindung von Hamburg nach Helgoland mit dem Katamaran "Halunder Jet" bis Sonntag ein.

Eine Gefährdung der Küsten und des Hamburger Hafens beginnt erst bei deutlich höheren Wasserständen. Bis 2,90 Meter über dem mittleren Hochwasser gilt in Hamburg noch die "Wasserstandsstufe 0". Nur in Einzelfällen kann es dabei zu Überflutungen kommen, wie zum Beispiel auf dem Altonaer Fischmarkt. Die bisher höchste Sturmflut lief in Hamburg am 3. Januar 1976 mit etwa 4,35 Meter über dem mittleren Hochwasser auf.

DPA
 
 
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