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25. August 2011, 07:39 Uhr

Bahn-Chef Grube zu Kompromiss bereit

Im Streit um das Bahnprojekt Stuttgart 21 ist Bahnchef Rüdiger Grube zu Kompromissen bereit. Grundsätzlich sei es denkbar, mit dem Abriss des Südflügels bis nach der Volksabstimmung im Herbst zu warten, sagte er in einem Interview.

Im Streit um das Bahnprojekt Stuttgart 21 ist es Bahnchef Rüdiger Grube nach eigenen Angaben zu Kompromissen bereit. Grundsätzlich sei es denkbar, mit dem Abriss des Südflügels bis nach der Volksabstimmung im Herbst zu warten, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Bedingung ist, dass uns finanziell und rechtlich keine Nachteile entstehen und dass das Projekt nicht weiter verzögert wird", sagte Grube. Das müsse Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ihm verbindlich zusichern. "Wir wollen ja niemanden unnötig provozieren und schon gar nicht eskalieren", sagte Grube.

Zuvor hatte Kretschmann die Bahn mehrfach davor gewarnt, den Südflügel vor der für Ende November geplanten Volksabstimmung abzureißen. Grube sagte, von dieser Forderung des Ministerpräsidenten habe er bislang nur aus der Zeitung erfahren. "Mit mir persönlich hat er darüber noch nicht gesprochen." Die Bahn stehe aber grundsätzlich "immer für Gespräche zur Verfügung, wir favorisieren den Dialog".

Erstmals äußerte sich der Bahnchef auch persönlich zu dem von Schlichter Heiner Geißler Ende Juli ins Gespräch gebrachten Kombi-Bahnhof. Die Idee sei Anfang der 90er Jahre "ausführlich diskutiert und damals aus guten Gründen nicht weiter verfolgt worden", sagte Grube. "Aus unserer heutigen Sicht ist Stuttgart 21 dem Kombi-Bahnhof überlegen - und zwar sowohl städtebaulich, wirtschaftlich, ökologisch als auch verkehrlich."

AFP/DPA
 
 
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