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18. Oktober 2011, 22:12 Uhr

Vermisster deutscher Segler ist tot

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Der auf der Südseeinsel Nuku Hiva vermisste Deutsche lebt nicht mehr. Nach stern-Informationen hat das BKA den Tod von Stefan R. bestätigt. Seine Familie hat bereits Abschiedsgrüße an den 40-Jährigen im Internet veröffentlicht. Von Marc Drewello

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Die Marquesas-Insel Nuku Hiva in Französisch-Polynesien: Hier fiel Stefan R. offenbar einem Verbrechen zum Opfer© Kurt Scholz/DPA

Der deutsche Segler, der auf der Südseeinsel Nuku Hiva verschwunden ist, ist nicht mehr am Leben. Nach stern-Informationen hat das Bundeskriminalamt (BKA) den Tod von Stefan R. gegenüber seiner Familie bestätigt. Die Angehörigen des Abenteurers, der gemeinsam mit seiner Freundin die Welt umsegeln wollte, haben im Internet Abschiedsgrüße an den 40-Jährigen gepostet: "Nach 3 Jahren endet die Reise der Baju mit dem tragischen Tod von Stefan. Er ist dort gestorben, wo er sein Leben lang immer gerne sein wollte. Die schrecklichen Umstände seines Todes berühren und schockieren uns. In tiefer Trauer. Die Familie", heißt es auf einer Webseite des Norddeutschen.

Auf der Facebookseite von Stefan R. finden sich ebenfalls persönliche Abschiedsworte der Familie: "Stefans Tod ist unfassbar aber er wird stets in seiner frohen Lebensart ein Vorbild für alle Weltumsegler sein", schreibt sein Vater Erwin R. Der Segelfan aus dem schleswig-holsteinischen Haselau habe im Alter von 37 Jahren seine Weltreise begonnen. "Leider war es ihm nicht vergönnt weitere 40 Jahre uns und alle Freunde mit seinen Bildern und Berichten zu erfreuen. Wir trauern."

Auch Stefan Rs. Bruder macht seine Trauer öffentlich: "Du warst der beste Bruder der Welt. Du warst der beste Freund der Welt", schreibt Alexander R. "Du konntest die besten Geschichten erzählen und die schönsten Bilder machen. Schade, dass du deine letzte Geschichte nicht selbst erzählen kannst. Ich vermisse dich."

Polizei sucht verdächtigen Jäger

Die "letzte Geschichte" von Stefan R. bereitet auch der Polizei noch einiges Kopfzerbrechen. Nach ersten Ermittlungen vor Ort war der Deutsche kurz vor seinem Verschwinden mit dem einheimischen Jäger Henri H. zu einer Tour aufgebrochen. Seine 37 Jahre alte Freundin, mit der er im Rahmen ihrer Weltumsegelung mit ihrem 14 Meter langen Katamaran einen Zwischenstopp auf Nuku Hiva eingelegt hatte, blieb zurück.

Die Deutsche gab nach Angaben der Zeitung "Dépêche de Tahiti" an, Stefan R. seitdem nicht mehr gesehen zu haben. Henri H. habe ihr bei der Rückkehr erzählt, ihr Freund sei verletzt zurückgeblieben und benötige Hilfe. Als sie ihm in den Wald gefolgt sei, habe der Jäger sie an einen Baum gefesselt und sexuell belästigt. Anschließend sei er verschwunden.

Eine Spezialeinheit mit Spürhund sucht nach H. In einem abgelegenen Tal wurde eine Feuerstelle mit Knochen und Kleidungsstücken entdeckt. Eine DNA-Probe wurde nach Frankreich geschickt, um zu klären, ob es sich um Überreste von Stefan R. handelt. Nuku Hiva liegt im Pazifik und gehört zum französischen Überseegebiet Polynesien. Die bekannteste Insel ist Tahiti.

mit Agenturen
 
 
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