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In Deutschland wird heftig darüber diskutiert, ob man todkranken Menschen, die unter Schmerzen leiden und keine Hoffnung mehr haben, beim Sterben helfen darf. Für stern.de haben zwei Experten ihre gegensätzliche Meinung aufgeschrieben.
Im Rechtsstreit um einen Sterbehilfefall in Deutschland hat der Vertreter der Bundesregierung die Verweigerung einer tödlichen Dosis für eine querschnittsgelähmte Frau verteidigt.
Der umstrittene frühere Hamburger Justizsenator Roger Kusch beugt sich einem richterlichen Beschluss und will keine Sterbehilfe mehr anbieten. Die Gerichtsentscheidung finde er zwar falsch, so Kusch, werde sie aber respektieren. Einen Seitenhieb für die Richter gab es aber doch noch.
Roger Kusch bekennt Farbe: Wer sich mit seiner Methode beim Sterben helfen lassen will, muss mit Kosten von bis zu 8000 Euro rechnen. Diesen Preis nennt der ehemalige Hamburger Justizsenator auf einer Website, auf der er sein umstrittenes Modell zur Suizidbegleitung vorstellt.
Der Bundesrat hat die Gesetzesinitiative zur Bestrafung der Sterbehilfe gestoppt - obwohl sich die Länder grundsätzlich einig sind. Die Ministerpräsidenten planen, eine neue Initiative einzubringen, die von deutlich mehr Ländern unterstützt wird.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen Sterbehilfe ausgesprochen - egal in welcher Form. Damit gibt sie zugleich die Position der Union wieder. Ein Gesetzentwurf zweier unionsgeführter Länder sieht ein Verbot der gewerbsmäßigen und organisierten Sterbehilfe vor.
Ex-Senator Roger Kusch steht nach seiner Sterbehilfe für eine Rentnerin im Kreuzfeuer der Kritik. Die Bundesärztekammer wirft ihm "Anstiftung zum Suizid" vor. Während die Große Koalition über ein Verbot organisierter Sterbehilfe streitet, kündigte Kusch an, seine Dienste wieder anzubieten - und dann offenbar für Geld.
Der Fall hat für Aufsehen in Deutschland gesorgt: Hamburgs Ex-Senator Roger Kusch hatte einer 79-jährigen Frau Sterbehilfe geleistet. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Würzburg hegt allerdings keinen Anfangsverdacht gegen Kusch wegen einer Straftat.
Zwei Deutsche haben sich auf einem Parkplatz in der Schweiz das Leben genommen - unterstützt vom Sterbehilfeverein Dignitas. Der Fall sorgt in Deutschland und der Schweiz für große Empörung. Landesbischöfin Margot Käßmann sprach von "menschenunwürdigem Sterben".
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