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Boston-Attentäter heimlich beerdigt

Mehrere Friedhöfe hatten sich geweigert, dem mutmaßlichen Attentäter von Boston eine letzte Ruhestätte zu gewähren. Tamerlan Zarnajew wurde jetzt heimlich begraben - "außerhalb" von Massachusetts.

Der Leichnam des mutmaßlichen Bombenlegers von Boston ist heimlich begraben worden. Eine genaue Angabe über den Ort der Grabstätte machte die Polizei in ihrer Mitteilung nicht, sie liege aber außerhalb des Bundesstaates Massachusetts. "Nach unserer öffentlichen Bitte um Hilfe hat eine mutige und anteilnehmende Person die Hilfe gewährt, die gebraucht wurde, um den Verstorbenen beizusetzen", teilte die Polizei mit. Zuvor hatten sich mehrere Friedhöfe in der Region geweigert, die sterblichen Überreste von Tamerlan Zarnajew aufzunehmen. Daraufhin bat der Polizeichef von Worcester am Mittwoch öffentlich um Hilfe und sagte: "Wir sind keine Barbaren. Wir beerdigen die Toten." Der Leichnam lag bisher in einem Leichenschauhaus in der Stadt Worcester.

Der 26-Jährige soll mit seinem jüngeren Bruder Dschochar während eines Marathons in Boston zwei Bomben gezündet haben. Bei dem Terroranschlag am 15. April starben drei Menschen, weit mehr als 200 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Tamerlan kam bei einer Verfolgungsjagd mit der Polzei ums Leben. Sein 19 Jahre alter Bruder befindet sich in Haft.

Rolle der Behörden Thema im US-Kongress

Die Geschehnisse waren am Donnerstag erstmals auch Gegenstand einer Anhörung im US-Kongress in Washington. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob frühere Hinweise des russischen Geheimdienstes über Tamerlan Zarnajew von den US-Behörden falsch eingeschätzt worden waren. Die Bundespolizei FBI und der Geheimdienst CIA sollen ihn bereits lange vor dem Anschlag im Visier gehabt, aber keine Terrorgefahr festgestellt haben.

"Meine Sorge ist, dass die Bombenleger von Boston erfolgreich gewesen sein könnten, weil unser System versagt hat. Wir können und müssen das besser machen", sagte der republikanische Abgeordnete Michael McCaul. Er wundere sich darüber, dass Warnungen der Heimatschutzbehörde über Tamerlan Zarnajew nicht an andere Stellen weitergegeben wurden.

Bostons Polizeichef Ed Davis sagte in der Anhörung aus, seine Behörde sei niemals über den Verdacht gegen den älteren Bruder informiert worden. Er verstehe, dass die lokale Polizei nicht unbedingt mit internationalen Geheimdienstinformationen versorgt werde. "Aber wenn es da draußen Informationen gibt, die meine Gemeinde beschützen könnten, dann muss ich sie kennen."

Der ehemalige Senator Joe Liebermann, der nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 an der Neuaufstellung des Sicherheitsapparates beteiligt war, forderte eine Untersuchung der Abläufe beim FBI. Es müsse festgestellt werden, ob die Untersuchung gegen Tamerlan Zarnajew voreilig abgeschlossen worden sei. Davis forderte zudem einen Ausbau der Videoüberwachung in US-Städten.

tkr/DPA/DPA

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