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27. Juli 2008, 13:14 Uhr

45 Tote bei Anschlagsserie in Indien

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen hat eine Serie von Bombenexplosionen Indien erschüttert. Dabei sind 45 Menschen bei mindestens 16 Explosionen in verschiedenen Teilen der westindischen Stadt Ahmadabad ums Leben gekommen. 161 Menschen haben Verletzungen erlitten.

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen hat eine Serie von Bombenexplosionen Indien erschüttert© DPA

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen hat eine Serie von Bombenexplosionen Indien erschüttert. 45 Menschen kamen am Samstag bei mindestens 16 Explosionen in verschiedenen Teilen der westindischen Stadt Ahmadabad ums Leben. 161 Menschen hätten Verletzungen erlitten, erklärte der Sprecher der Regierung des Unionsstaats Gujarat. Zu den Anschlägen bekannte sich eine bislang kaum bekannte muslimische Gruppe, die Indischen Mudschaheddin.

Dem Sender CNN-IBN zufolge wurden 30 Verdächtige festgenommen. In einer E-Mail an verschiedene Fernsehsender, die unmittelbar vor Beginn der Anschläge einging, kündigte die Gruppierung "Rache für Gujarat" an - offenbar eine Anspielung auf schwere Unruhen zwischen Hindus und der muslimischen Minderheit 2002. Damals wurden 1000 Menschen getötet, die meisten von ihnen waren Muslime. Auslöser der Gewalt war ein Brand, der 60 Passagiere eines mit Hindu-Pilgern besetzten Zugs das Leben kostete. Hindu-Extremisten machten Muslime verantwortlich und randalierten in muslimischen Stadtteilen Ahmadabads, der Hauptstadt von Gujarat.

Einen Tag zuvor waren bei der Explosion von sieben Bomben in der südindischen Stadt Bangalore zwei Menschen ums Leben gekommen. Einen achten Sprengsatz entschärfte die Polizei am Sonntagmorgen. Zu den Anschlägen in Bangalore bekannte sich zunächst niemand, 30 Menschen wurden nach Polizeiangaben festgenommen. Ob ein Zusammenhang mit den Anschlägen von Ahmadabad besteht, war nicht bekannt. "Anti-nationale Elemente versuchen, Panik unter den Menschen unseres Landes zu schüren", erklärte Innenminister Shivraj Patil in Neu-Delhi. Die Anschläge in Ahmadabad seien offenbar Teil dieser Strategie.

AP
 
 
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