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8. Mai 2011, 14:52 Uhr

Muslime müssen Flieger verlassen

Ihre Gewänder wurden zwei Muslimen in den USA zum Verhängnis. Sie mussten ein Flugzeug verlassen, weil andere Passagiere sich vor ihnen fürchteten. Die beiden wollten zu einer Konferenz über Vorurteile gegen gläubige Muslime...

Terrorangst, USA, Muslime, bin Laden, Kaftan, Memphis

Muslime in Arafat östlich von Mekka. Auf der Pilgerreise sind die langen Gewänder Pflicht, in den USA werden sie bisweilen weniger gern gesehen© Yahya Arhab/Epa/DPA

Die Terrorangst in den USA treibt bisweilen seltsame Blüten - auch, vielleicht sogar erst Recht, nach dem Tod von Osama bin Laden. So mussten jetzt zwei Muslime ein Flugzeug kurz vor dem Start verlassen - dabei waren die Männer ausgerechnet auf dem Weg zu einer Konferenz über Vorurteile gegen islamische Gläubige.

Die beiden Fluggäste in langen Gewändern saßen in Memphis an Bord eines Jets der Gesellschaft Atlantic Southeast Airlines. Als die Maschine bereits Richtung Start rollte, brach an Bord Unruhe aus. Nach Hinweisen anderer Passagiere, die sich vor den Männern fürchteten und in ihnen potenzielle Terrorverdächtige sahen, kehrte das Flugzeug zum Gate zurück. Die Männer mussten von Bord und wurden erneut kontrolliert, während die Maschine ohne sie nach Charlotte in North Carolina startete. Den beiden Betroffenen seien Ersatzflüge angeboten worden, erklärte die Flugline, die sich "für jegliche Unannehmlichkeiten" entschuldigte. "

ben/DPA
 
 
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