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Was passiert mit einem Vater, dessen Sohn 15 Menschen und sich selbst erschießt? Im Stuttgarter Landgericht konnten sich die Zuschauer ein Bild davon machen. Jörg K., Vater des Amokläufers von Winnenden und selbst angeklagt, stellte sich der Öffentlichkeit. Über den Auftritt eines gebrochenen Mannes.
Eigentlich war er von der Teilnahme am Prozess entbunden. Doch zum Plädoyer seiner Verteidiger tauchte der Vater des Amokläufers von Winnenden wieder im Gerichtssaal auf. Seine Anwälte forderten eine milde Strafe.
Vor anderthalb Jahren erschoss Tim K. 15 Menschen an der Albertville-Realschule in Winnenden. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen seinen Vater. Die Angehörigen der Opfer wollen kein Geld, sie wollen wissen, "was in der Familie los war". Und eine Entschuldigung des Vaters.
Das Landgericht Stuttgart hat die Anklage gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden zugelassen. Der 51-Jährige, mit dessen Pistole Tim K. das Blutbad anrichtete, muss sich aber nicht wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten, sondern nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz - die Hinterbliebenden der Opfer sind enttäuscht.
Die Justiz wird in den nächsten Tagen entscheiden, ob Jörg K., der Vater des Amokläufers von Winnenden, vor Gericht muss. Dieser Prozess ist zwingend nötig, um den Hinterbliebenen zu helfen, mit dem Unfassbaren umzugehen - in den Familien der Opfer und in der Familie des Täters.
Der Amokläufer von Winnenden hatte laut einem Gutachten Monate vor der Tat Tötungsphantasien - und er litt unter masochistischen Neigungen. Zudem hinterließ Tim K. einen Abschiedsbrief.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwägt nach Informationen von stern.de, auf ein öffentliches Verfahren gegen den Vater von Tim K., dem Amokläufer von Winnenden, zu verzichten. Die Eltern der Opfer sind empört. Eine öffentliche Verhandlung ist für sie zwingend notwendig. Es gebe noch viele offene Fragen.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden eingeleitet. Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung. Der 17-jährige Todesschütze Tim K. soll die Waffe seines Vaters aus dem Schlafzimmer entwendet haben.
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