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3. Dezember 2007, 15:27 Uhr

Jackpot lockt Lotto-Touristen

43 Millionen Euro. Der Lotto-Jackpot ist so prall gefüllt wie nie. So prall, dass die Aussicht auf den Rekordgewinn immer mehr Tipper aus den Nachbarstaaten Deutschlands anzieht. Nur die Polen lässt der Rekordjackpot offenbar kalt.

Ein Schild in Koblenz zeigt die derzeitigen Inhalt des Jackpot an© DPA

Der auf rund 43 Millionen Euro angewachsene Rekordjackpot lockt auch immer mehr Lottospieler aus den Nachbarstaaten an. So kommen in die Annahmestelle von Claus Nückles in der Innenstadt von Kehl verstärkt Tipper aus dem grenznahen Frankreich. "Viele spielen parallel in Deutschland und in Frankreich", sagte er am Montag. Längere Schlangen bildeten sich in der Annahmestelle aber noch nicht. Im Jahr 1994 habe es einen größeren Andrang von Spielern aus Frankreich gegeben, erinnerte sich Nückles. Damals waren 42 Millionen Mark im Gewinntopf. Der Sprecher der federführenden Staatlichen Toto Lotto GmbH Baden-Württemberg, Klaus Sattler, sagte, auch viele Schweizer tippten in Deutschland. Die Lotto-Annahmestellen in den bayerischen Grenzregionen verzeichnen aufgrund des hohen Jackpots mehr Zulauf. So hätten etwa Betreiber von Annahmestellen in Passau und Simbach am Inn von mehr Spielern aus Österreich berichtet, sagte der Sprecher von Lotto Bayern, Rainer Holmer. Allerdings gebe es keine Statistiken, die einen genauen Vergleich zu vorhergehenden Ziehungen ermöglichten, sagte Holmer. "Generell kommen aber mehr Leute und versuchen, dem Glück nachzujagen."

"Das hat sich auch in Dänemark herumgesprochen"

Die polnischen Lotto-Spieler lässt der deutsche Rekord-Jackpot offenbar kalt. Es ist zwar wie überall ein großer Ansturm auf die Annahmestellen zu verzeichnen, aber das auch verstärkt polnische Bürger in der Grenzregion tippen, könne nicht bestätigt werden, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Lotto-Geschäftsführerin Barbara Becker. Die Annahmestellen etwa auf der Ferieninsel Usedom oder den grenznahen Städten Anklam und Ueckermünde hätten bislang keine Auffälligkeiten in dieser Hinsicht festgestellt. Lotto Schleswig-Holstein hat keine Erkenntnisse über die Nachfrage aus dem Ausland. Heidi Lorenzen von der Lotto-Annahmestelle in Flensburg-Harrislee nahe der Grenze zu Dänemark sagte: "Dass der Jackpot so unglaublich hoch ist, hat sich auch in Dänemark herumgesprochen." Sie kenne ihre Kundschaft genau. In den letzten Tagen waren viele fremde Gesichter dabei und eben vor allem Dänen, die extra über die Grenze kämen, um zum ersten Mal an dem Glücksspiel teilzunehmen. "Das erkennt man sofort an der Sprache", sagte sie.

Hamburg verdoppelt Zahl der Spieleinsätze

In der Grenzregion werde die Berichterstattung im deutschen Fernsehen über den Jackpot genau verfolgt, meinte Lorenzen. In Hamburg ist die Begeisterung ohnedies riesengroß. In der Hansestadt habe es mehr als doppelt so viele Spieleinsätze gegeben wie an einem normalen Samstag, sagte eine Sprecherin von Lotto Hamburg. Auch für den Mittwoch rechnet sie mit starker Nachfrage: "Allerdings ist der Mittwoch als Spieltag immer noch nicht so etabliert wie der Samstag."

Die Hoffnung auf den Rekord-Jackpot zog auch in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Tipper aus dem benachbarten Ausland an. "Auch die Holländer und Belgier können dem Reiz des Jackpots eben nicht widerstehen", sagte Westlotto-Sprecher Elmar Bamfaste. In Grenzstädten wie Aachen oder Gronau laufe der Pendelverkehr auf Hochbetrieb. Genaue Zahlen gebe es zwar nicht. "Dass die Zahl der Tipper aus unseren Nachbarländern derzeit überproportional hoch ist, berichten jedoch all unsere Annahmestellen", erklärt Bamfaste. Nach Angaben von Toto-Lotto Niedersachsen ist das deutsche Zahlenlotto bei den Niederländern traditionell sehr beliebt. "Wir haben von jeher ein starkes Aufkommen von niederländischen Tippern", sagte der Toto-Lotto-Bezirksleiter für das westliche Niedersachsen, Rolf Dünker. In Holland werde auf Lottogewinne sogleich Lotteriesteuer fällig. In Deutschland seien die Gewinne selbst jedoch steuerfrei. Durch den Jackpot sei auch der Andrang aus dem Nachbarland noch einmal größer geworden, meinte Dünker. "Wir haben jetzt das doppelte Kundenaufkommen", sagte der Bezirksleiter. Die ganze deutsch-holländische Grenze entlang habe man viele Lottospieler aus den Niederlanden.

 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Louyi (04.12.2007, 09:04 Uhr)
Lotto ist halt das Glück der kleinen Leute
Viele Menschen in Deutschland denken wahrscheinlich wenn ich soviel im
Lotto gewinne reichts mir für 1000 Jahre nichts mehr arbeiten; da verdient der kleine Arbeiter sowieso nichts mehr. Und die Menschen aus dem Ausland kaufen davon neue Wohnwagen oder eine Bagget -Fabrik.
scully78 (03.12.2007, 18:08 Uhr)
tztz
Sonst sind wir für die Franzosen und Holländer immer die sch... Deutschen.Aber rüberkommen und unser Geld wegmopsen wollen:) Ja nee is klar.
Ich sag nur eins: Heyy ihhrrss ihr kommt hier nüsch rein:))
freakshow (03.12.2007, 16:55 Uhr)
Hey...
Hände weg, der ist uns. Nee, im Ernst jetzt.
Sukram71 (03.12.2007, 16:41 Uhr)
Wenn ...
... so nen Holländer auch noch zu uns rüberkommt und uns den Jackpot wegschnappt, dann gibts aber wirklich Krieg, würde ich sagen ... :)
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