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29. März 2010, 20:24 Uhr

Mutter ließ zweijährige Tochter offenbar verhungern

Familiendrama in der Oberpfalz: Im Landkreis Tirschenreuth hat eine Frau offenbar ihre kleine Tochter verhungern und verdursten lassen. Das Mädchen wurde tot in seinem Kinderbett gefunden, die Mutter ist inzwischen festgenommen worden.

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Für ein zweijähriges Mädchen aus der Oberpfalz kam jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen© Colourbox

Unter den Augen der Mutter ist in der Oberpfalz ein Kleinkind verhungert und verdurstet. Das zwei Jahre alte Mädchen sei bereits am Samstag tot in seinem Kinderbett entdeckt worden, teilte die Polizei in Regensburg am Montag mit. Die Zweijährige sei von ihrer Mutter vernachlässigt worden und daran gestorben. Die Frau wurde festgenommen.

Das Kind starb an Unterernährung, Flüssigkeitsmangel und verschiedenen Krankheiten. Mit einem rechtzeitigen Arztbesuch hätte es gerettet werden können, teilte die Polizei mit und berief sich auf die Ergebnisse der Obduktion.

Die Staatsanwaltschaft Weiden wirft der 21 Jahre alten alleinerziehenden Mutter des Kindes Totschlag durch Unterlassen vor. "Es ist nicht das einzige Kind, das in dem Haushalt gelebt hat", sagte der leitende Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer. Wie viele Geschwister das tote Mädchen hatte, wollte er nicht sagen. Auch zum Herkunftsort der Familie schwieg er. "Wir wollen nicht, dass die Frau jetzt sofort identifizierbar ist."

Derzeit würden zahlreiche Zeugen aus dem persönlichen Umfeld der jungen Frau befragt - darunter auch der Vater des toten Kindes. "Man muss die Umstände klären", sagte Schäfer. Mögliche Zeugen sollten nicht durch Presseberichte beeinflusst werden.

Bereits im vergangenen August war in Mittelfranken die dreijährige Sarah unter den Augen ihrer 26-jährigen Mutter und des 29-jährigen Vaters verhungert. Wegen des bedrohlichen Gesundheitszustands des Mädchens hatten die beiden ein paar Tage vor Sarahs Tod einen Notarzt gerufen, Klinikärzte konnten das Kind wegen der starken Unterernährung aber nicht mehr retten.

DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Vincent_Vega (30.03.2010, 09:23 Uhr)
@vita: traurig aber wahr
...hat es leider schon immer gegeben und wird es immer wieder geben.
Der Unterschied zu "früher" ist, dass es jetzt eben in den Medien steht.
vita (30.03.2010, 07:57 Uhr)
Geschichten wie diese,...
hat es soweit mir bekannt zu allen Zeiten gegeben. Es hat nichts mit "heute ist alles kälter" zu tun, denn bei genauem Hinsehen kann man unschwer erkennen, dass es heute weniger Fälle wie diesen gibt.
.
Manchmal hilft es sehr, nicht reflexartig der "Geld orientierten Gesellschaft" für jede private Kaputtheit die Schuld versuchen zuzuschanzen. Statt dessen wäre Nachdenken, Recherche in Sachen der angeblich so wunderbaren Vergangenheit angebracht und schon bleibt so manchem vermutlich das Wort im Halse stecken, statt das immer gleiche Gejammer anzustimmen wie ein vorderasiatisches Klageweib, was übrigens auch den Opfern gerecht werden würde im Gegensatz zu diesen Sätzen.
elllen (30.03.2010, 00:31 Uhr)
@hannes_schinder
"Die Schwachen bekommen es von den starken KAUM NOCH ANDERS vorgelebt"
.
- in welchem Block lebst Du denn, wenn das deine Realität ist? oder medienerzeugte Paranoia...
hannes_schinder (29.03.2010, 22:09 Uhr)
Die Schwachen
bekommen es von den starken kaum noch anders vorgelebt. Was wir hier sehen ist das Ergebnis in letzter Konsequenz unserer nur noch Geld orientierten Gesellschaft.
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