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8. Dezember 2011, 09:10 Uhr

Flüchtiger Vater hatte die Tat offenbar geplant

Der 35-Jährige, der am Montag seine 13-jährige Tochter erschossen hat, hatte seine Tat und die Flucht offenbar geplant. Eine groß angelegte Suchaktion der Ermittler in einem Mehrfamilienhaus in Minden blieb ergebnislos. Nun soll eine öffentliche Fahndung Hinweise liefern.

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Mit diesem Foto fahndet die Polizei nach dem flüchtigen Iraker, der in Stolzenau seine Tochter mit mehreren Schüssen regelrecht hingerichtet hat© Oliver Krato/DPA

Die tödlichen Schüsse auf eine 13-Jährige im niedersächsischen Stolzenau waren vom Vater des Mädchens vermutlich geplant. Offensichtlich habe der 35-Jährige auch seine anschließende Flucht vorbereitet, sagte eine Polizeisprecherin in Nienburg am Donnerstag. Die Mordkommission sucht seit der Bluttat am Montag vergeblich nach dem Iraker jesidischen Glaubens. Weil es derzeit keine heiße Spur gebe, will die Polizei nun ein Foto des Familienvaters heruasgeben und eine Öffentlichkeitsfahndung starten.

Die Mutter des erschossenen Mädchens, die die Tat mit ansehen musste, wurde inzwischen vernommen. Sie habe auch keinen konkreten Hinweis auf den Aufenthaltsort des flüchtigen Mannes geben können, sagte die Polizeisprecherin.

Flüchtiger Vater hat offenbar noch die Tatwaffe bei sich

Da der Flüchtige noch die Tatwaffe bei sich haben soll, wies die Polizei nochmals auf seine Gefährlichkeit hin. Der Entschluss zur öffentlichen Fahndung sei eine Risikoabwägung gewesen, betonte der Sprecher.

Die Polizei hatte am Mittwochnachmittag erfolglos ein Mehrfamilienhaus im westfälischen Minden durchsucht. Dazu war sie mit einem Großaufgebot schwer bewaffneter Spezialeinsatzkräfte angerückt. Der tatverdächtige Vater konnte dort nicht gefasst werden. Wo er sich nun aufhält, ist weiter unklar.

Spürhund führte Polizei zum Mehrfamilienhaus

Die Polizei war sich sicher, dass der mutmaßliche Täter nach der Bluttat ins rund 25 Kilometer entfernte Minden geflüchtet war. Bereits am Dienstag war sie dort auf das Auto des 35-Jährigen gestoßen. Von dem Fahrzeug führte ein speziell ausgebildeter Spürhund die Beamten zu einem Mehrfamilienhaus. Doch der Mann war vermutlich schon vorher weiter geflüchtet.

Er hat der Polizei zufolge am Montag seine Tochter erschossen, nachdem diese erklärt hatte, dass sie nicht mehr bei ihren Eltern wohnen wolle. Anschließend war der aus dem Irak stammende Kurde, der in Nienburg als Aushilfe in einem Kiosk arbeitete, in seinem grauen VW Golf geflüchtet.

Das Fahrzeug wurde in Minden durch Zufall entdeckt. Anwohner hatten sich auf der Wache darüber beklagt, dass der Wagen den Weg versperrte. Die Beamten bemerkten dann schnell, dass es sich um das Auto des Gesuchten handelte.

mlr/DPA
 
 
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