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4. April 2011, 08:31 Uhr

Tauchroboter orten Air-France-Wrack

Die vierte Suchaktion hatte endlich Erfolg: Knapp zwei Jahre nach dem Absturz eines Air-France-Airbus über dem Atlantik haben Tauchroboter das Wrack der Unglücksmaschine geortet. Die Hinterbliebenen der 228 Todesopfer können nun womöglich doch Gewissheit über das genaue Schicksal ihrer Angehörigen erhalten.

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Bereits unmittelbar nach dem Absturz waren Wrackteile der abgestürzten Maschine aufgetaucht© DPA

Fast zwei Jahre nach dem rätselhaften Absturz einer französischen Linienmaschine über dem Atlantik sind im Meer Wrackteile des Flugzeugs entdeckt worden. Dies teilte am Sonntagabend in Paris die Luftfahrtermittlungsbehörde BEA mit. Ermittler vor Ort hätten die Teile zweifelsfrei dem am 1. Juni 2009 verunglückten Airbus A330 von Air France zugeordnet. Bei dem Absturz waren 228 Menschen getötet worden.

Ein Suchschiff mit Tauchrobotern an Bord hatte das Wrack aufgespürt. BEA-Chef Jean-Paul Troadec äußerte die Hoffnung, dass nun doch noch der Flugschreiber und der Stimmrekorder der Unglücksmaschine gefunden werden könnten. Das "Feld" im Meer mit den entdeckten Wrackteilen sei relativ klein, sagte er. Deshalb gebe es die Hoffnung, dass nun auch die beiden Black Boxes gefunden werden.

Die erst vor wenigen Tagen begonnene vierte und nun erfolgreiche Suchaktionwird von Air France sowie von Airbus zusammen mit rund 9,2 Millionen Euro finanziert. Die Suche ist für die Hinterbliebenen die wohl letzte Hoffnung, Gewissheit über das genaue Schicksal der Passagiere von Flug AF 447 zu bekommen.

Der zweistrahlige Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf dem Nachtflug von Rio nach Paris mitten in einer Unwetterfront abgestürzt, nachdem die Geschwindigkeitsmesser und mehrere Geräte ausgefallen waren. 28 der 228 Opfer waren Deutsche. Die automatisch gefunkten Meldungen des Flugzeugs und die aus dem Atlantik gefischten Wrackteile reichten bisher nicht aus, den Hintergrund der Katastrophe zu klären. Die ersten drei Suchaktionen nach Wrack und Flugschreibern waren erfolglos geblieben.

kng/DPA/AFP
 
 
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