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2. Februar 2007, 13:45 Uhr

Zwei Schüsse in Kopf und Bein

Der Polizist, der einen 28-Jährigen im brandenburgischen Nauen erschossen hat, schweigt zum Tathergang. Die Ermittler rätseln daher weiter über den genauen Grund. Sicher ist bislang nur: Das Opfer wurde von zwei Kugeln getroffen.

Untersuchung am Tatort am Nauener Bahnhof: Von zwei Kugeln getroffen© Bernd Settnik/DPA

Nach den tödlichen Schüssen eines Berliner Polizisten auf einen 28-Jährigen aus Nauen in Brandenburg liegt ein erstes Ergebnis der Obduktion vor. Der Mann wurde von zwei Kugeln in Oberschenkel und Kopf getroffen, sagte der stellvertretende Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam, Christoph Lange. "Welcher von beiden tödlich war, kann man aber nicht ohne weiteres sagen."

Über die weiteren Hintergründe schweigt sich der Polizist allerdings aus. "Die Klärung dessen, was bis zur Abgabe der Schüsse passiert ist, ist Kern unserer Ermittlungen und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen", sagte Staatsanwalt Lange. Er kündigte die Vernehmung weiterer Zeugen an, unter anderem sollten Anwohner des Tatortes gehört werden. Der 24-jährige Kommissar hatte die Aussage verweigert.

Der in der Nähe von Nauen westlich von Berlin wohnende Polizist hatte am Mittwochabend auf seinem Heimweg den 28-Jährigen am Bahnhof Nauen erschossen. Der Staatsanwaltschaft zufolge gibt es Hinweise auf Notwehr. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Beamte eingeschritten, als drei Randalierer mit aus einem Zug gestohlenen Notfallhämmern die Scheiben einer Bushaltestelle zerstörten.

Die 20 bis 28 Jahre alten Männer seien zunächst weggelaufen und hätten sich versteckt, sagte Lange. Wie es dann zur Eskalation kam und warum der Kommissar mehrere Schüsse aus seiner Dienstwaffe abgab, ist bisher offen.

 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
sunnyboy_1 (03.02.2007, 00:36 Uhr)
toll finde ich immer,
wenn sich Kommentatoren einfinden, die ohne genaue Kenntnisse des Hergangs von Wildwestmanier und Wertvorstellungen sprechen. Wartet doch erst einmal ab, was die Ermittlungen ergeben, dann koennt ihr sofort wieder klugscheissen.
Erzhase (02.02.2007, 20:00 Uhr)
Wild West Manier
Seit wann wird in unserem Staat auf flüchtende Straftäter das Feuer eröffnet? Ist der Einsatz von lethaler Gewalt wirklich die richtige Antwort auf Diebstahl und Sachbeschädigung?
Offensichtlich sind einigen Menschen hier die Wertvorstellungen väöllig verrutscht, wenn eine solche Situation so eskalieren kann - und damit ist sowohl ein mögliches (und in meinen Augen wahrscheinliches) Fehlverhalten des Polizisten gemeint, wie auch ein Verhalten des Täters nach der Ansprache durch den Beamten das diesen zu solch einer Handlung gezwungen hat.
Skillet4 (02.02.2007, 19:14 Uhr)
pardon,
habe gepennt.
Skillet4 (02.02.2007, 19:11 Uhr)
Merkwürdig
... ist auch, dass hier plötzlich alle vorherigen ( > 30 ) kommentare verschwunden zu sein scheinen...
EStolze (02.02.2007, 16:33 Uhr)
Merkwürdig
Merkwürdig, dass der Polizist schweigt und nichts zur Aufklärung des Tathergangs beizutragen hat. War seine Aktion nach Dienstschluss vielleicht doch eine unüberlegte Kurzschlussreaktion mit einem vermeidbaren tragischen Ende?
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