17-Jährige stirbt durch Stromschlag

11. Mai 2013, 14:24 Uhr

Bei dem Versuch, auf einem abgestellten Güterwaggon Fotos zu schießen, sind in Stuttgart drei Mädchen mit Oberleitungen in Kontakt gekommen. Eine 17-Jährige wurde dabei tödlich verletzt.

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Unfälle, Verkehr, Panorama, Stromschlag, Unglück, Stuttgart

Am Bahnhof Hannover-Nordstadt bergen Rettungskräfte zwei Leichen: In der Nähe von Oberleitungen kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen©

Ein nächtlicher Foto-Spaß ist für eine 17-Jährige aus Stuttgart tödlich ausgegangen. Aus Jux wollten sich drei Mädchen an einem Bahnhof von zwei Freunden fotografieren lassen: Die 17-Jährige war dazu in der Nacht zum Samstag im Stuttgarter Stadtteil Vaihingen auf einen abgestellten Kesselwagen geklettert und wurde von einem Stromschlag getötet.

Zwei nachfolgende Freundinnen im Alter von 17 und 16 Jahren erlitten von dem sogenannten Lichtbogen aus der Oberleitung schwere Verbrennungen, wie die Feuerwehr mitteilte. Beide Mädchen wurden in eine Spezialklinik für Verbrennungen in Stuttgart eingeliefert. Sie schwebten aber nicht in Lebensgefahr.

Die zwei Freunde, die auf dem Bahnsteig zurückblieben, um die Fotos zu schießen, blieben unverletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Unfall kostet fast 10.000 Euro

Der Bahnverkehr im Bahnhof Vaihingen war stundenlang stark beeinträchtigt. 15 Züge hatten insgesamt 330 Minuten Verspätung, zudem mussten drei Ersatzzüge eingesetzt werden. Der Gesamtschaden an Einrichtungen der Bahn inklusive Arbeitseinsatz beläuft sich nach ersten Einschätzungen auf bis zu 10.000 Euro.

Auch ohne Berührung der stromführenden Leitung kann es nach Aussagen von Bahnexperten zu einem Lichtbogen kommen, bei dem Elektronen in der Luft den Stromkreis zwischen Leitung und Mensch schließen. Die Bundespolizei warnt deshalb immer wieder eindringlich vor dem Aufenthalt in der Nähe der Oberleitungen.

Das Klettern an Fahrleitungsmasten, Gebäudeteilen und Fahrzeugen nahe den Strommasten ist lebensgefährlich. Ein Stromschlag mit der Stärke von 15.000 Volt, der bereits bei einer Annäherung von unter 1,50 Metern zum Fahrdraht ausgelöst werden kann, endet in der Regel tödlich, sagen Experten.

steh/DPA
 
 
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