Die Jäger der verlorenen Seelen

14. August 2013, 10:59 Uhr

Seit zehn Jahren suchen zwei Franzosen nach vermissten toten Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Durch sie konnten bislang die Überreste von 33 Soldaten geborgen werden - darunter 29 Deutsche.

Der Detektor schlägt an, aber diese beiden Franzosen suchen keinen Schatz. In ihrer Freizeit durchkämmen sie die Erde nach Überresten von Weltkriegssoldaten. mehr...

Auf diesem Feld in der Nähe von Nancy fahnden sie nach der Leiche eines amerikanischen Piloten aus dem Zweiten Weltkrieg.

O-Ton Philippe Sugg, sucht nach Überresten von Weltkriegssoldaten: "Wir sind auf dem Feld, wo das Flugzeug 1944 abgestürzt ist. Und ich suche nach Aluminium-Teilen des Flugzeugs, um die genaue Absturzstelle zu finden."

Das Flugzeug, eine P51, ähnlich wie diese, wurde von Soldaten der Wehrmacht abgeschossen. Anwohner machten anschließend sogar ein Foto, das noch erhalten ist. Seit zehn Jahren durchkämmt Philippe Sugg mit einem Freund die Gegend in Lothringen nach Überresten von Weltkriegssoldaten - aus moralischen Gründen.

O-Ton Philippe Sugg, sucht nach Überresten von Weltkriegssoldaten: "Dass in den Wiesen und Wäldern noch Soldaten liegen, ist für mich falsch. Sie müssen bei ihren Kameraden auf dem Friedhof liegen. Sie hatten nicht dieses Glück, zu ihrer Zeit gefunden zu werden. Wenn wir sie jetzt ausgraben und zu ihren Kameraden bringen können, bedeutet uns das viel."

Bislang haben die beiden Franzosen die Überreste von 33 Soldaten gefunden, 29 Deutsche und drei Amerikaner. Für viele Familien klärt sich damit das Schicksal ihrer vermissten Angehörigen endgültig. Schließen