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1. Dezember 2011, 13:12 Uhr

Junge Mutter gesteht Tötung ihres Sohnes

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist in Berlin ein totes Neugeborenes entdeckt worden. Polizisten fanden die Leiche des kleinen Babys in einem Müllcontainer. Die Mutter des Kindes hat die Tat gestanden.

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Ein einzelnes Grablicht auf dem Müllplatz an der Walter-Friedrich-Strasse im Berliner Stadtteil Buch erinnert an den grausigen Fund© Sebastian Kahnert/DPA

Ein neugeborenes Baby, das die Polizei am Mittwoch tot in einen Berliner Müllcontainer fand, ist von seiner Mutter umgebracht worden. Die Obduktion habe diesen Verdacht bestätigt und die 24-jährige Frau sei voll geständig, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Donnerstag. Eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens hatte die Suche nach ihrem Besuch bei der noch vor kurzem Hochschwangeren angestoßen. Auf Nachfrage, was mit dem Kind passiert sei, hatte sich die Frau dermaßen in Widersprüche verstrickt, dass die Mitarbeiterin stutzig wurde und die Polizei alarmierte. Die daraufhin eingeschalteten Beamten suchten mit einer Einsatzhundertschaft die Umgebung ab und stießen gegen 13.45 Uhr im Stadtteil Buch auf das Baby, das leblos in Handtücher gewickelt in einer Mülltüte lag. Eine Obduktion des Leichnams ergab nun, dass das der kleine Junge erstickt sei. Ob er noch lebte, als er in die Tüte gesteckt wurde, sei nicht festzustellen gewesen.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein ähnlicher Fall in Berlin Bestürzung hervorgerufen. Im Stadtteil Charlottenburg hatte eine Mutter ihr Neugeborenes aus dem Fenster im 5. Stock eines Mietshauses geworfen. Das Kind starb durch den Sturz. Die geständige 40-Jährige sitzt seither in Untersuchungshaft.

jwi (mit DPA)
 
 
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