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18. Juni 2009, 09:06 Uhr
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Gefangene stirbt nach stundenlanger Hitze-Qual

Tödlicher Zwischenfall in einem US-Gefängnis in Arizona: Dort ließ man eine Gefangene mehrere Stunden lang bei praller Hitze in einem Außenkäfig schmoren. Einen Tag später starb die Frau an den Folgen der Hitze-Tortur. Jetzt ermittelt die staatliche Gefängnisaufsicht.

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Starb nach Hitze-Tortur in einem US-Gefängnis: die Prostituierte Marcia Powell© AFP

In den USA ist eine Gefangene nach stundenlanger Hitze-Tortur in einem Außenkäfig kollabiert und gestorben. Die 48-jährige Marcia Powell musste in einem Gefängnis des US-Bundesstaates Arizona bei 42 Grad Celsius unter praller Wüstensonne auf eine Überstellung in die Psychiatrie warten, wie Vertreter von Häftlingsorganisationen anprangerten. Die Prostituierte sei einen Tag nach der rund vierstündigen Qual im Krankenhaus gestorben. Der Vorfall hatte sich bereits Mitte Mai ereignet. Die bundesstaatliche Gefängnisaufsicht ermittelt. Behördenleiter Charles Ryan sprach von einer "Tragödie".

Vertreter der Häftlingsorganisationen bezeichneten die Praxis in den zehn staatlichen Gefängnissen Arizonas als "mittelalterlich und barbarisch". Seit dem Vorfall wurden alle insgesamt 233 solcher Käfigzellen in den Gefängnissen geschlossen.

Außenzellen in Arizona gibt es seit den 60-er Jahren

Die Zellen gibt es seit den 60-er Jahren, wie ein Sprecher der Gefängnisbehörde sagte. Sie würden nur für Kurzaufenthalte genutzt, wenn Häftlinge in andere Anstalten überstellt werden sollten. Im Sommer klettern die Temperaturen in Arizona auf bis zu 49 Grad Celsius.

Ryan gestand ein Versagen des Strafvollzugs ein. "Es liegt in unserer Verantwortung, für das Wohl und die Bewachung der Häftlinge zu sorgen", sagte Ryan. Ziel der Ermittlungen sei es, mögliche Verstöße oder Unterlassungen ans Tageslicht zu bringen.

Donna Leone Hamm von der Häftlingsorganisation Middle Ground Prison Reform sagte, der Vorfall sei "verrückt" und "mittelalterlich". In Arizona dürfe man keinen Hund draußen der Hitze schutzlos und ohne Wasser aussetzen. Dass die Gefängnisbehörde so eine Praxis bislang als routinemäßig angewandt habe, zeige, wie weit es in mit den Menschenrechten her sei.

AFP
KOMMENTARE (10 von 12)
 
guzziman (19.06.2009, 10:21 Uhr)
qBroeselbub
ich denke, du solltest erst mal dienen Dreck vor deiner eigenen Tür wegfegen.
Dummes Gelabere, keinen Cent wert.
Oder findest du es etwa besser, das in D Mörder ein Leben wie im Himmel fürhern können, mit Schwimmbad, Internet und allem drum und dran?
So isses leider bei uns, dank den Rot-Grünen Weltverbesserern.
Naja, träum weiter...
Ach ja: guck dir mal an wie es bei den Russen abgeht, dagegen sind die Amis noch Waisenknaben.
Broeselbub (18.06.2009, 23:15 Uhr)
Das sind die USA
geben Milliarden für die Rüstung aus, fliegen im Weltraum herum aber behandeln ihre Bürger wie im Mittelalter. Jeder Bundesstaat kann einsperren, foltern wie er will. Auch unter Obama wird sich da nichts ändern. Und die wollen der Welt was von Menschenrechten erzählen. Das wäre dasselbe als würde man Bin Laden den Friedensnobelpreis überreichen. Fegt erstmal den Dreck vor eurer eigenen Tür weg.
Halodri73 (18.06.2009, 13:13 Uhr)
@doc_d
Am meisten entsetzt bin ich über die Vergleiche mit dem Iran à la "ist da ja GAAANZ genauso".
Daß das US-Rechtssystem nicht so modern und effizient arbeitet wie etwa unseres, mag sein. ( Nicht daß wir da nichts zu verbessern hätten....) Und so manhc ein Gestz, was dort noch gilt, erzeugt bei uns ein Schmunzeln.
Aber das hier ist ein Fall, wie er leider überall vorkommen kann. Die Fürsorgepflicht der Wärter wurde schlicht missachtet. Sollte es Vorsatz gewesen sein, wird sich der Verantwortliche wegen Mordes verantworten müssen...
traldors (18.06.2009, 13:10 Uhr)
@Doc_D
Wer die USA kennt, weiss das dieses Land nichts unternimmt, ohne seinen Vorteil zu erkennen und zu wahren. Sonst wäre diese Supermacht heute nicht da, wo sie wäre. Fakt ist, US Verhältnisse in den "Anstalten zur Aufbewahrung von Gefangenen" sind unter aller Sau. Das kann man ganz neutral nachlesen. In den achtzigern konnte man als deutscher Polizeibeamter mit guten Englischkentnissen "rüber machen" und wurde dort in der Regel schnell Sergeant bzw. vergleichbarer Dienstgrad. Damals wie heute sind die Polizeien der Städte und Gemeinden überwiegend militärisch ausgebildet, begreifen naturgem. den Bürger als Feind, wenn er denn straffällig geworden ist und setzen ihn dem ganzen, erlernten "Können der Repression" aus. Kommunikation ist nicht deren Sache. Nach wie rassistisch motivierte Übergriffe, teils mit Todesfolge oder die in schweren Verletzungen münden.
Über 2,3 Millionen Gefängnisinsassen Tendenz stark steigend, vierstellig pro Woche, eine "Millionendollarindustrie" die kräftig an diesem Umstand verdient. Man mag über unser Land mit all seinen dubiosen Politkern und Richtern denken was man will, aber unser Recht, das zuerst "Resozialisierung" fördert und nicht "Sühne" ist erheblich fortschrittlicher als da "drüben". Die "Fallzahlen" belegen das ansonsten, sofern man Statistiken glaubt. Habe fertig.
Doc_D (18.06.2009, 12:41 Uhr)
Mal "Die Brücke am Kwai" gesehen?
Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen.
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Außer, dass hier wieder mal meist nur dümmliche Kommentare dümmlicher Amerikahasser zu lesen sind. Langweilig.
NeuerMensch (18.06.2009, 12:00 Uhr)
USA vs. IRAN
Manchmal wird der Unterschied minimal und wird nur noch in kulturell Äußerlichkeiten sichtbar. Im Kern der Moral- und Ehtikauffassung scheinen sich beide Kulturen aber sehr nah zu stehen...
butcher99 (18.06.2009, 11:35 Uhr)
immer wieder
und immer immer wieder geht die Sonne auf in diesem vorbildlichen Land der Demokraten und Völkerrechtler, ich kann nicht mehr soviel essen wie ich kotzen möchte, wenn ich auch nur Amerika oder Obama lese.
Der Kerl ist doch die abgefeimteste Marionette auf dem Präsidentenstuhl seit langem.
Da war mir Bush wirklich lieber, der war ein A...loch und hat das auch gelebt, und jeder wusste bescheid.
shine (18.06.2009, 11:30 Uhr)
Erst bei sich selbst aufräumen..
Amerika sollte erst bei sich selbst aufräumen, bevor es hingeht und andere Länder als "rückständig und mittelalterlich" diffamiert. Und wegen dem aktuellen Bezug: die Wahlen in dem ach-so-demokratischen Amerika waren auch nicht so sauber...
mydia82 (18.06.2009, 11:24 Uhr)
Verhältnismäßigkeit
Preston gebe ich vollkommen Recht mit dem was er (oder sie) sagt, weil da ein Richter sprich eine Person hätte anders entscheiden müssen und die Gelegenheit hatte, die Person in Augenschein zu nehmen und sich Gutachten einzuholen.
Allerdings finde ich es etwas zu global gesehen, zu sagen "und das trotz Obama. Dieser Mann ist oberhaupt eines "Staatenverbundes" der zusammengenommen die Größe einiger europäischer Länder darstellt. Auch wenn das kein Einzelfall ist, kann er nicht auf jedem Gefängnis ein Auge haben. Stellt euch vor unsere Bundes-Angie müsste noch ein Auge auf alles in Italien, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Österreich, Schweden etc. halten... Ganz ehrlich gesagt möchte ich nicht wissen, was sich in Europa an "Einzelfällen" so tagtäglich ereignet...
Nichts desto trotz - absolutes menschliches Versagen!
Druss (18.06.2009, 11:23 Uhr)
...
Sehr gut habt ihr beide jetzt verallgemeinert...
 
 
 
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