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Im Prozess um das Transrapid-Unglück im Emsland hat die Staatsanwaltschaft hohe Geldstrafen für zwei Betriebsleiter gefordert. Dennoch hält sie die Schuld der beiden Männer für gering - und hat sogar Bedauern für die Angeklagten ausgedrückt.
Elf Monate nach dem schweren Transrapid-Unglück im Emsland hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Fahrdienstleister und zwei Betriebsleiter erhoben. Ihnen werden fahrlässige Tötung in 23 und fahrlässige Körperverletzung in elf Fällen vorgeworfen.
Das Transrapid-Unglück im September vergangenen Jahres forderte 23 Todesopfer. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Laut Medienbericht könnten das Funksystem der Mitarbeiter Grund der Katastrophe sein.
Die Schuld am Transrapid-Unglück liegt nach Ansicht der Staatsanwaltschaft bei zwei Mitarbeitern im Leitstand. Auch der getötete Zugführer hat wohl Schuld am Tod von 23 Menschen.
Im Prozess um das Transrapid-Unglück mit 23 Toten ist ein schnelles Urteil gefallen: Die beiden angeklagten Fahrdienstleiter haben ihr Fehlverhalten gestanden und um Entschuldigung gebeten. Sie wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt
Vor der offiziellen Trauerfeier am Mittwoch haben die Angehörigen der Opfer des Transrapid-Unglücks in kleinem Rahmen Abschied genommen. Der Ermittlungen zur Unfallursache konzentrieren sich auf zwei Fahrdienstleiter - die noch nicht vernehmungsfähig sind.
Bei der Teststrecke im Emsland, auf der vor sieben Monaten das schwere Unglück passierte, ist der erste von drei neuen Wagen des Magnetschwebezuges eingetroffen. Doch zunächst darf das für die Münchner Flughafenverbindung gedachte Modell nicht fahren.
Die Angehörigen der Opfer des Transrapid-Unfalls werden Hersteller und Betreiber der Magnetschwebebahn wohl auf Schadenersatz verklagen. Zudem ist nun auch von technischen Mängeln die Rede.
Beim Transrapid-Unglück im Emsland waren am 22. September 23 Menschen ums Leben gekommen. Laut Medienbericht fuhr der Werkstattwagen ohne gültigen Sicherheitsnachweis. Zudem soll inzwischen ein Überlebender ausgesagt haben.
In Sachen Bonuszahlungen an den Bahn-Vorstand hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sich erneut blamiert. Der Minister wird mittlerweile sogar in den eigenen Reihen mit Hohn und Spott überzogen. Statt sich über "Pfütze" Tiefensee lustig zu machen, sollte die SPD aber besser schnell nach Ersatz suchen.
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