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26. März 2011, 16:27 Uhr

Fans klagen in Todesanzeige Berliner Zoo an

Anhänger von Knut haben im "Tagesspiegel" eine Traueranzeige für den vor einer Woche gestorbenen Berliner Eisbären geschaltet und darin harsche Kritik an der Zooleitung geübt. Knut sei nur verwahrt worden, heißt es in der Annonce. Derweil haben Wissenschaftler eine neue mögliche Todesursache im Visier.

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Wissenschaftler vermuten, dass Eisbär Knut an einem epileptischen Anfall gestorben ist© John MacDougall/AFP

Trauernde Fans des plötzlich gestorbenen, weltberühmten Berliner Eisbären Knut haben in einer Zeitungsanzeige Vorwürfe gegen den Berliner Zoo erhoben. "Wir klagen die Zooleitung an, Dich nur verwahrt zu haben", heißt es in der Annonce, die der "Tagesspiegel" am Samstag veröffentlichte. Knut habe sich in seinem Gehege zuletzt sehr bedrängt gefühlt.

Der erst vierjährige Eisbär war vor einer Woche auf dem Bärenfelsen im Zoo Berlin zusammengebrochen, ins Wasser gestürzt und gestorben. Eine erste Sektion ergab, dass Knut eine schwere Gehirnerkrankung hatte. Die genaue Todesursache wird derzeit noch untersucht. Tierschützer kritisieren, dass Knut am Ende mit drei älteren Eisbär-Weibchen in einem Gehege leben musste. Sie vermuten, dass das Tier an Stress gestorben sein könnte. Knut war nach der Geburt von seiner Mutter verstoßen und per Hand aufgezogen worden. Das Schicksal des Bären hatte weltweit viele Menschen berührt.

Unterdessen mehren sich unter Wissenschaftlern die Stimmen, die einen epileptischen Anfall für die Todesursache halten. "Wir sind absolut sicher, dass Knut durch einen epileptischen Anfall gestorben ist", sagte der Neurologe Christian Elger von der Universität Bonn dem Magazin "Focus". Der Krampf schalte beim Sturz ins Wasser alle Schutzreflexe im Gehirn aus, auch beim Menschen. "Epileptiker haben ein 23 Mal höheres Risiko, durch Ertrinken zu sterben", sagte Elger.

Knuts Gehirn wird derzeit in der Pathologie am Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersucht. Am Donnerstag sollen die Ergebnisse auf einer internationalen Pressekonferenz bekanntgegeben werden.

mlr/DPA
 
 
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