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Klaus Kinski behält Stern im Berliner Asphalt

Die Jury hat entschieden: Dem verstorbenen Schauspieler Klaus Kinski wird sein Stern auf dem "Boulevard der Stars" nicht aberkannt. Allerdings soll es einen Hinweis auf die Missbrauchsvorwürfe geben.

Der Stern auf dem Berliner "Boulevard der Stars" darf bleiben - aber mit einem Hinweis auf die Missbrauchsvorwürfe gegen den 1991 verstorbenen Schauspieler

Der Stern auf dem Berliner "Boulevard der Stars" darf bleiben - aber mit einem Hinweis auf die Missbrauchsvorwürfe gegen den 1991 verstorbenen Schauspieler

Der Schauspieler Klaus Kinski wird trotz der Missbrauchsvorwürfe seiner Tochter weiter mit einem Stern im Berliner Asphalt geehrt. Allerdings soll Kinskis Stern auf dem "Boulevard der Stars" so umgestaltet werden, dass künftig auch die Vorwürfe der Tochter Pola Kinski thematisiert werden, teilte die Jury am Dienstag in Berlin mit. Architekten seien um entsprechende Vorschläge gebeten worden. Details nannten die Verantwortlichen zunächst nicht.

"Pola Kinskis tief berührende Schilderung gehört unablöslich zu dem Stern für Klaus Kinski - der damit eine andere Dimension bekommen hat und in eine sehr gegenwärtige Vergangenheit verweist, die immer eine Wunde bleiben wird", hieß es in der gemeinsamen Erklärung der Jury. Durch die Vorwürfe habe sich die Sichtweise auf Kinski "nachhaltig verändert". Die Jury hatte Klaus Kinski 2011 einen Stern im Asphalt am Potsdamer Platz zuerkannt, wo viele andere Filmschaffende nach dem Vorbild Hollywoods geehrt werden.

Pola Kinski wirft ihrem 1991 verstorbenen Vater vor, sie von ihrem fünften bis 19. Lebensjahr sexuell missbraucht zu haben. Die 61-Jährige war im Januar mit diesen Vorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen; sie hat dazu das Buch "Kindermund" veröffentlicht.

nw/AFP/DPA/DPA

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