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Selbst der Rosenmontag hat in Köln nicht von den Sorgen um Pfusch und Betrug beim U-Bahn-Bau ablenken können. Im Gegenteil: Sollte das Frühjahrs-Hochwasser des Rheins heftig ausfallen, denkt die Stadt darüber nach, eine Baugrube zu fluten. Dies sei die beste Methode, den instabilen Schacht zu festigen.
Die Stadt, in der Häuser und Menschen nach oben streben, hat eine Möglichkeit entdeckt, mal auf dem Boden zu bleiben: per Rad. Im Mai startet das öffentliche Bike-Share-System.
Erst die Kölner U-Bahn, dann eine ICE-Trasse in Bayern, nun die U-Bahn in Düsseldorf: Der Skandal um Pfusch und Betrug an Großbaustellen in Deutschland nimmt immer größere Ausmaße an. Gegen zwei Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger wurde Strafanzeige erstattet.
Sind Pfusch und Betrug beim Kölner U-Bahnbau kein Einzelfall? Die Staatsanwaltschaft hat Hinweise, dass auch auf der Baustelle der ICE-Trasse München-Nürnberg gepfuscht worden sein soll. Auch dort ist der Baukonzern Bilfinger Berger federführend.
Die Mängel beim Bau der Kölner U-Bahn sind laut einem Zeitungsbericht weitaus schwerwiegender als bisher bekannt. An einer innenstädtischen Baugrube am Heumarkt fehlten mehr als die Hälfte der Eisenbügel, die zur Befestigung der Außenwände notwendig sind.
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