Mehr als 170 Tote sind schon gezählt, und Helfer suchen weiter nach Opfern der Flutkatastrophe im Süden Russlands. Bürger beschweren sich, die Behörden verschleierten das Ausmaß des Unglücks. Der Kreml ordnet einen nationalen Tag der Trauer an.
Es wirkt wie ein heiterer Familienausflug - wären da nicht die Grabkreuze im Hintergrund. Angehörige eines Flutopfers nehmen auf dem Zentralfriedhof der südrussischen Stadt Krimsk Abschied von einem Familienmitglied.
Noch immer ist die genaue Ursache für die verheerende Flutwelle, die am Wochenende in der südrussischen Region Krasnodar mehr als 170 Menschen in den Tod gerissen hat, unklar. Die Behörden prüfen, ob neben dem extremen Regen möglicherweise der Wasserabfluss aus einem Stausee zu der Katastrophe geführt haben könnte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Fahrlässigkeit.
Der Kreml hat für diesen Montag einen nationalen Trauertag angeordnet. Landesweit sollten Fernsehen und Kultureinrichtungen auf Unterhaltungsprogramme verzichten.