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2. März 2010, 09:32 Uhr

Viele Amis lieben uns

Der Amerikaner verbindet Deutschland mit Kunst, Kultur - und Bier. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, wonach das Deutschlandbild der US-Bürger so gut ist wie seit vielen Jahren nicht.

USA, Deutschland, Amerikaner, Umfrage

Wichtige Rolle für die Amerikaner nimmt das deutsche Bier ein© Frank Leonhardt/DPA

Das Ansehen Deutschlands in den USA ist einer neuen Umfrage zufolge weiter gestiegen. 48 Prozent der Befragten gaben in einer von der deutschen Botschaft in Washington vorgelegten Erhebung an, einen ausgezeichneten oder guten Gesamteindruck von Deutschland zu haben. 41 Prozent der Befragten stuften die Beziehungen zwischen beiden Staaten als "ausgezeichnet" oder "gut" ein. Beide Werte waren die höchsten, die in der seit 2002 regelmäßig erstellten Umfrage gemessen wurden.

Viele US-Bürger verbinden Deutschland mit Technologie, Kunst und Kultur. 48 Prozent gaben an, sie hielten Deutschland für ein Hochtechnologieland. 44 Prozent fanden, dass Deutschland eine lebendige Kunst- und Kulturszene habe. "Ich bin mehr als zufrieden", sagte der deutsche Botschafter Klaus Scharioth bei der Vorstellung der Ergebnisse in Washington. Die Umfrage zeige eine "durchweg positive Sicht der Amerikaner auf unser Land".

Mit Einsatz im Anti-Terror-Kampf nicht zufrieden

Als besonders erfreulich wertete es der Diplomat, dass Deutschland insbesondere unter US-Studenten hoch angesehen sei. 46 Prozent hielten Deutschland für führend in erneuerbaren Energien und Energieeffizienz (Gesamtbevölkerung: 29 Prozent), 52 Prozent meinten, Deutschland treibe innovative Lösungen zum Umweltschutz voran (Gesamtbevölkerung: 28 Prozent), und 45 Prozent der Collegestudenten hielten die deutschen Umweltgesetze und -standards für exemplarisch (Gesamtbevölkerung: 25 Prozent).

Mit dem deutschen Einsatz im Anti-Terror-Kampf sind die Amerikaner nicht zufrieden: 47 Prozent finden, das Engagement könnte größer sein. Nur ein knappes Viertel meint, Deutschland spiele im Kampf gegen den Terror in Afghanistan eine wichtige Rolle.

Mehr Infos über deutsches Bier

Derweil hat deutsches Bier weiter auch auf der anderen Seite des großen Teichs seine Fans: Auf die Frage, über welchen Aspekt Deutschlands Amerikaner gerne Informationen hätten, lautete die Antwort meist: Über deutsches Bier.

Die repräsentative Befragung von 1051 Personen wurde im Auftrag des Deutschlandzentrum USA erstellt. Die letzte derartige Umfrage zum Deutschlandbild der US-Bürger hatte die deutsche Botschaft im Oktober 2008 vorgelegt. Damals hatten 43 Prozent der Befragten angegeben, einen ausgezeichneten oder guten Gesamteindruck von Deutschland zu haben. Nur 34 Prozent der Befragten hatten die Beziehungen zwischen beiden Staaten als "ausgezeichnet" oder "gut" eingestuft.

AFP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 47)
 
iosono (04.03.2010, 07:42 Uhr)
@springbok
wissen sie eigentlich das viele inder,chinesen,afrikaner......den 2 WK als ende der kolonialzeit betrachten?bzw. als auslöser vom ende?
schluss mit dem britischem und frz. imperium.
ich sehe es zwar nicht so-aber alles eine sache des standpunktes.
iosono (04.03.2010, 07:39 Uhr)
genervt
weil ich es fast jeden monat einen anlass gibt das zu wiederholen.
und damit erreichen sie das gegenteil vondem was man eigentlich wll.
deshalb sage ich das ein tag im jahr als gedenken optimal wäre-und nicht diese dauerbeschallung.
schön das sie verantwortung übernehmen-für was eigentlich?
und geht diese verantwortung auch auf deutsch-türken über?oder deutsche mit afrikanischer abstammung?
ausserdem habe ich geschrieben das ich es mit humor nehme
Johann58 (03.03.2010, 16:48 Uhr)
@SpringbokCT
Nur kurz angemerkt, die meisten werden mit dem Namen Chamberlain etwas anzufangen wissen, mit seinem Vornamen Neville war der Brittische Premier nie bekannt.
SpringbokCT (03.03.2010, 13:27 Uhr)
> iosono
Komisch, wenn Sie die Erinnerung an das Holocaust nervt. Da ich meine Verantwortung trage, nervt es mich nicht. Vielleicht haben Sie eine Chance das es in Tausend Jahren vergessen wird, wetten würde ich an Ihrer Stelle aber nicht drauf.

In der akt. Diskussion ging es auch um das heutige Verhältnis zwischen Amerikanern und Deutschen und ob die Amerikaner ihr heutiges Deutschlandbild auf das Holocaust und den WW2 beschränken. Dazu eine klare Antwort: Nein, das tun sie nicht.

Das heißt nicht das man nicht darauf angesprochen und auch oft mit Nazi-Witzen konfrontiert wird. Wie gesagt ist es so ähnlich wie mit dem Texaner in New York. Wenn man als Deutscher nicht darüber lachen kann denken die Amerikaner oft: "Es stimmt wirklich, die Deutschen haben keinen Humor".

Wir sollten einfach damit leben, dass wir Deutsche nicht das alleinige Recht besitzen, das Dritte Reich zu interpretieren.

Viel interessanter sind auch die heutigen Unterschiede. Wir werfen den Amerikaneren gerne vor, sie seinen kriegerisch weil sie noch nie einen Krieg auf eigenem Boden hatten. In Wahrheit sind sie kriegerisch weil sie in der Vergangenheit die meisten Ziele erreicht haben. Der Unabgängigkeitskrieg machte sie frei, der Bürgerkrieg einig und der WW2 zum Helden. Da kann man kaum erwarten, dass wir aus demselben Krieg dieselbe Lehre ziehen.

Wenn amerik. Kinder den WW2 durchnehmen befindet sich der Höhepunkt ihrer Lektion bereits im Jahre 1938. Nachdem Hitler ins Sudetenland einmaschierte und er dem britischem Premierminister versprach, es würde beim Sudetenland bleiben. Mit Grauen erinnern wir uns wie Hitler paar Monate später weitermaschierte und der WW2 mit all seinen Schrecken ausbrach.,

Der grundlegende Fehler der übrigen Europäer war, dass sie vor dem Krieg soviel Angst hatten, dass sie für Hitlers wirklich Pläne blind waren. Appeasement nennen das die Amerikaner: Man versucht einem Bösewicht zu beschwichtigen, indem man ihm ein Häppchen von dem gibt was er will.

Stellen Sie sich doch einmal vor, wie die Geschichte verlaufen wäre, wenn der engl. Premier Neville damals nicht auf die Lügen von Hitler hereingefallen wäre und eingegriffen hätte.

Dieser britische Pemierminister Neville war also schuld daran, dass Sie heute noch mit der Erinnerung an das Holocaust "genervt" werden.
SpringbokCT (03.03.2010, 13:26 Uhr)
> Henning100
Glauben Sie mir, wir beide sind zu weit von einander entfernt, es wäre zu mühsam miteinander zu depattieren.

iosono (03.03.2010, 07:57 Uhr)
@SpringbokCT
kein Wunder das wir deutsche uns selber nicht leiden können.Kurz nach verlassen des Kreissaals wird mir schon an den Kopf geworfen was ich denn so in meiner Geschichte getan habe-bzw. meine Vorfahren für die ich gerade stahen soll mehr oder weniger.
Wie ein Dauerhit geht es dann durchs mein ganzes Leben.
Im Januar wrde Auschwitz befreit,im April Dachau,im Mai war der Krieg zu Ende,im August wurde Russland überfallen(41),im September Polenüberfall(39),im November die Reichskristallnacht........usw.
Und dann gehts mit dem neuen Jahr wieder los.Man hat ja Angst das wir es mal vergessen könnten-ich frage mich zwar wie bei der medialen Beschallung aber irgendjemand hat eben Angst davor, das wir es vergessen könnten von einem Jahr zum anderen.
Das Problem ist,das ich es über 30Jahre schon höre und es wie bei einem Dauerhit mit der Zeit nervt.Das ist völlig menschlich-ständig das gleiche Lied zu hören hängt einem auch mit der Zeit zum Halse raus.
Und damit wird das gegenteil erreicht was man eigentlich wollte-nähmlich Beliebigkeit beim Thema Nazis und Holocoust.
Es sollte eienen Tag im Jahr geben zum Gedenken und Ende.
Genauso reagieren Amerikaner denen man ständig mit dem Diebstahl des Indianerlandes kommt.
trotzdem haben die deutschen sehr gut ihre Geschichte offengelegt und stehen dazu-ganz anders Japan,Türkei...etc.
Nur als Verbrecher sollten wir uns nicht fühlen-wir deustchen waren zwar die schlimmsten,aber eben nicht die einzigen.Hinter uns können sich dann Franzosen ,Engländer,Spanier...verstecken mit ihren Missetaten.
Ich nehm es mittlerweile mit Humor wenn ich auf Nazis angesprochen werde in Amerika-da schlage ich die Hacken zusammen und frage auf deutsch JAWOHL?
Und schon lachen alle.genauso wie wir darüber lachen wenn bei uns ein guter komiker die Nazis nachmacht
Henning100 (03.03.2010, 07:50 Uhr)
@SpringbokCT
Wenn ich mir die Kommentare des Herrn Heinrich anschaue, meine ich, so verkehrt sind die nicht.
Habe viele Jahre in Nord-Amerika gelebt, und bin der Meinung, dass bis auf ein paar prozentualen Ausnahmen, der Durchschnitts-US-Ami, dick, doof, gefraessig, ignorant, besserwisserisch und was weiss ich noch alles ist. Und nimmt sich noch das Recht heraus, sich als Welt-Polizei aufzuspielen, etc etc.........
Soll ich noch weiter ausholen, welcher Verbrechen sich die US-Administrationen in den letzten 65 Jahren schuldig gemacht haben, angefangen mit Hiroshima und Nagasaki.. bis zum heutigen Tage......
SpringbokCT (03.03.2010, 03:00 Uhr)
> Johann58
Die Deutschen haben vieles erfunden, zB. auch den MP3-Player und das Fax-Gerät, vermarkten tun es aber andere. Etwas anders verhält es sich beim Auto, wo wir meiner Meinung nach, auch jetzt noch die besten bauen. Natürlich kann man darauf als Deutscher auch heute noch stolz sein.

Wir haben auch den VW-Käfer erfunden, konnten aber keinen lustigen Film drüber drehen, erst die Amerikaner haben Herbie draus gemacht. Ich weiß zwar nicht wer die Cola erfunden hat, die Amerikaner vermarktete sie aber zur Erfolgsgeschichte. Ähnlich ist es mit Microsoft, Jeans und auch McDonalds und vieles mehr. Dafür verkaufen wir den Amerikanern Braun, Bosch, Aspirin, Mercedes und Nutella. Die einen können das besser, die anderen das, bis dahin ist die Welt doch in Ordnung, oder?

Rein lächerlich wird es, wenn Sie das Deutschlandbild der Amerikaner auf das Holocaust und den WK2 begrenzen (14:34).

Vielleicht sollten Sie nicht jeden Nazi-Witz, die man Deutschen gerne erzählt, auf sich selber beziehen. Es ist so ähnlich wie mit dem Texaner, der mit starkem Akzent nach New York kommt. Auch er muss damit rechnen, dass früher oder später jemand einen Cowboywitz reißt. Trotzdem glaubt kein New Yorker einen echten Rodeo-Reiter vor sich zu haben.

Bedenklicher halte da den fast täglich hier verbreitete Anti-Amerikanismus und Nationalismus. Ok, andere Länder kommen dabei auch nicht viel besser weg. Heute Abend wurde im TV gezeigt wie einens der World-Cup Stadien in Südafrika in Anwesenheit der südafrik. Nationalmannschaft und Blatter eröffnet wurde. In seiner Rede erinnerte Blatter, dass trotz der Verleumdungen in den letzten Monaten die Stadien jetzt fertig sind. Vielleicht können Sie sich noch an die Kommentare hier erinnern?

Vielleicht liegt es daran, dass viele Deutsche selber nicht wissen wer wir sind. Sie sehen nicht die geballte Wirtschaftsmacht, sondern ein Völkchen das von allen anderen rum geschubst wird und begrenzen sich selber dabei auf Hitler, Umweltschutz, Pazifismus und Antikriegsdemonstrationen.
Johann58 (02.03.2010, 23:40 Uhr)
@SpringbokCT
Jetzt habe ich ja so eine US-Phobie wie ich eine Deutschland-Phobie habe. Ich mache mir meine Gedanken und gestehe mir das recht zu zu hinterfragen. Ich kritisiere die USA nicht und schon garnicht seine Buerger. Da ich mein Leben mit vielen Amerikaner teile fragen die mich was mir gefaellt und was mir missfaellt. Ich antworte darauf so neutral wie moeglich und werden dann oft auf Dinge hingewiesen, die mich zum Erstaunen bringen. Da gehoert zum Beispiel dazu dass man die Erfindung der Assembly line mit der Erfindung des Automobils gleichsetzt. Was hat das mit US-Phobie zu tun.

Seltsamerweise sind uebrigens die beiden Kommentare von mir in umgekehrter Reihenfolge gesendet worden und den Seitenhieb mit Mobile, AL habe ich nur deswegen geschrieben weil Sie dies mit einem solchen Brustton der Ueberzeugung gemacht haben um zu zeigen auch SpringbokCT's sind nicht unfehlbar. (Ich auch nicht) Die USA kann mabn nicht nur schwarz/weiss sehen, lieben oder hassen, es gibt auch ganz viele Farben oder Grautoene. Wenn ich am Wochenende in den Appalachen so richtig auf dem Land bin, dann ist das wieder was ganz anderes als das Stadtleben in Atlanta. Total relaxed, kein Stress. keine Hektik und sogar die Polizei ist entspannter. Und wenn sie mal so ein bischen verfolgt haetten was ich geschreiben habe wuerden Sie wissen, dass ich differenziere. Aber es gibt eben auch in den USA Dinge die man besser machen kann wie in jedem anderen Land der Erde.
SpringbokCT (02.03.2010, 23:11 Uhr)
> Johann58
Mein letzter Kommentar bez. Mobile und Alabama schrieb ich, bevor ich ich Ihre Belehrung sah, wie unschwer an der Zeit (22:25 Uhr) zu erkennen ist, wenn Sie auch paar Sekunden früher waren.

Sie sollten sich selber noch mal Ihre Ergüsse von 14.47 ansehen:
"Das US Bildungssystem tut ein Uebriges dazu; Ein paar Beispiele; Das Auto wurde von henry Ford, das Telefon von Graham Bell, der Computer von IBM erfunden.Die Liste kann man beliebig lang fortsetzen. BMW ist Britsh Motor Works und Porsche ein italienischer Sportwagen"

Zum einen wissen die Amerikaner wohl wenn sie ein so teures Auto kaufen aus welchem Teil Europas es kommt, zum anderen frage ich mich was es mit dem US-Bildungssystem zu tun hat. Zumindest würde ich umgekehrt nicht das dt. Bildungssystem verantwortlich machen, wenn man hier nicht weiß aus welchem Teil Amerikas z.B. ein Lincoln oder Dodge kommt.

Mich wundert sowieso, wie Sie bei einer solchen US-Phobie überhaupt in die USA reingelassen werden.
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