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Dschihads Mutter steht wieder vor Gericht

"Ich bin eine Bombe" stand auf dem T-Shirt, mit dem der dreijährige Dschihad in Nîmes in den Kindergarten kam. Seine Mutter muss sich nun erneut wegen Terrorverherrlichung vor Gericht verantworten.

  Die Anwältin Gaële Guenoum (r.) mit ihrer Klientin, die sich vor Gericht verantworten musste, weil sie ihren Sohn mit einem T-Shirt mit 9/11-Aufdruck in den Kindergarten schickte.

Die Anwältin Gaële Guenoum (r.) mit ihrer Klientin, die sich vor Gericht verantworten musste, weil sie ihren Sohn mit einem T-Shirt mit 9/11-Aufdruck in den Kindergarten schickte.

Für eine Mutter, die ihren dreijährigen Sohn namens Dschihad mit einem T-Shirt mit der Aufschrift "Ich bin eine Bombe" in den Kindergarten schickte, hat die Staatsanwaltschaft im südfranzösischen Nîmes eine Geldstrafe gefordert. Die Mutter des Jungen solle 1000 Euro Strafe zahlen, ihr Bruder, der das Hemd gekauft hatte, 3000 Euro, forderte die Anklage am Freitag in dem Berufungsprozess. Den beiden Angeklagten wird die Verherrlichung von Verbrechen zur Last gelegt.

Der kleine Dschihad war im Kindergarten mit einem T-Shirt erschienen, auf dem vorne "Ich bin eine Bombe" und hinten "Dschihad, geboren am 11. September" stand. Die Anklage sieht darin eine Verherrlichung der islamistischen Terroranschläge vom 11. September 2011. In derartigen Fällen ist eine Verurteilung zu bis zu fünf Jahren Haft und 45.000 Euro Geldstrafe möglich. In erster Instanz waren die Mutter und der Onkel im April freigesprochen worden.

Die Anwältin der Mutter, Gaële Guenoum, argumentierte im ersten Prozess, ihre Mandantin müsse sich Tag für Tag durchschlagen, um ihr Kind aufzuziehen. Sie habe anderes zu tun, als Verbrechen zu verherrlichen, und habe ihrem Sohn das T-Shirt angezogen ohne nachzudenken. In dem Berufungsprozess soll am 20. September ein Urteil fallen.

be/sas/AFP/AFP
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