Frau überlebt Schuss mit Harpune in den Kopf

10. Mai 2013, 11:00 Uhr

Eigentlich wollte der Brasilianer seine Harpune nur säubern. Doch dann löste er das Fischjagdgerät versehentlich aus - und traf seine Ehefrau am Kopf. Wie durch ein Wunder überlebte die 28-Jährige.

Eine junge Brasilianerin hat den Schuss mit einer Harpune überlebt, die sich durch ihren Kopf bohrte. Elisangela Borborema Rosa war von dem Geschoss getroffen worden, als ihr Mann das Fischjagdgerät versehentlich beim Säubern auslöste. "Man kann sagen, dass sie wieder auferstanden ist", sagte der Chirurg Marcelo Amaral am Donnerstag (Ortszeit) dem Fernsehsender TV Globo News nach einer zweistündigen Operation der 28-Jährigen.

Die Harpune sei durch den Rachen gedrungen, habe zwei Backenzähne zerschlagen und sei im ersten Halswirbel steckengeblieben, berichtete Amaral. Hätte das Geschoss nur "wenige Millimeter" weiter getroffen, wäre die junge Frau nun entweder "querschnittsgelähmt oder tot". Die Entfernung der Harpune sei sehr schwierig gewesen, weil in dem Bereich sehr viele Arterien verliefen, sagte der Arzt weiter.

Die Frau befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung. Am Donnerstag war sie bei Bewusstsein und konnte schon wieder normal essen. Auch beim Atmen war sie nicht mehr auf die Hilfe von Geräten angewiesen. Nur sprechen könne sie noch nicht, sagte Klinikdirektor Carlos Alberto Figueiredo. Sie wisse sich allerdings zu helfen und schreibe auf, was sie sagen wolle.

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