. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
23. Juni 2009, 08:47 Uhr

Akustik-Signale stammen nicht von der Blackbox

Der Kapitän des Forschungsschiffes "Pourquoi Pas?" hat Berichten der Pariser Zeitung "Le Monde" widersprochen, wonach Signale des abgestürzten Airbus von Air France empfangen worden sind. "Ich weiß nicht, wo das herkommt", sagte er. Auch die französische Regierung dementierte die Meldung.

Airbus-Absturz, Air France, Black Box, Flugschreiber

Viele Wrackteile des Unglücksairbus' wurden in den vergangenen Tagen geborgen - hier die Heckflosse

Von den Flugschreibern des in den Atlantik gestürzten Airbus fehlt weiter jede Spur. Der Kapitän des französischen Forschungsschiffes "Pourquoi Pas?", Philippe Guillemet, widersprach einem anderslautenden Bericht der Zeitung "Le Monde" auf ihrer Webseite. "Ich bedauere, dass es nicht stimmt, was man in der "Monde" lesen konnte", sagte Guillemet dem Rundfunksender Europe-1. "Ich weiß nicht, wo das herkommt."

Die Zeitung hatte am Morgen berichtet, das von der "Pourquoi Pas?" mitgeführte U-Boot "Nautile" sei getaucht, um empfangenen "schwachen Signalen" der Flugschreiber nachzugehen. "Wir sind immer noch in der Phase der Suche", sagte Guillemet. "Wir empfangen akustische Wellen, aber leider gibt es bisher nichts Handfestes." Man müsse alle Daten analysieren. "Eine Falschmeldung ist umgelaufen."

Auch die französische Regierung hatte die Meldung dementiert. Französische Militärschiffe hätten Geräusche gehört, sie stammten aber nicht vom Stimmenrekorder oder dem Flugschreiber, sagte eine Assistentin von Verkehrsminister Jean-Louis Borloo am Dienstag.

Zuvor hatte schon das französische Amt für Unfallanalyse (BEA) die Erwartungen gedämpft. Der Flugschreiber sei "bisher nicht lokalisiert" worden, sagte eine BEA-Sprecherin. Es würden immer wieder Signale empfangen, die analysiert werden müssten. "Man ist im Bereich der Hypothesen."

Die Suche nach der Blackbox des am Pfingstmontag abgestürzten Airbus ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Signalgeber hat nur noch Energie für rund eine Woche. Danach verstummt er für immer. "Le Monde" hatte zunächst gemeldet, es seien Signale des Flugschreibers aufgefangen worden. Später relativierte das Blatt, die Signale könnten vom Flugschreiber stammen.

Der Airbus A330 war am 1. Juni mit 228 Insassen auf dem Weg von Rio nach Paris mitten in den Atlantik gestürzt. Die Überreste werden in 1000 bis 4600 Metern Tiefe in einem Unterwassergebirge vermutet. "Es ist, als wäre das Flugzeug auf den Kordilleren der Anden zerschellt", erklärte das BEA. Bisher wurden 50 Leichen geborgen, von denen elf bereits identifiziert wurden. Außerdem wurden zahlreiche Wrackteile aus dem Wasser gezogen. Der Flugdatenschreiber und ein Gerät zur Aufzeichnung der Geräusche in der Pilotenkanzel könnten bei der Aufklärung der Absturzursache helfen.

Noch ist allerdings unklar, ob die Signalgeber noch am Flugschreiber sitzen. BEA-Chef Paul Louis Arslanian hatte kürzlich erklärt, die Sender könnten sich beim Aufprall gelöst haben. Sollte die Blackbox nicht geborgen werden, müsste die Unfallursache alleine anhand der Analyse der geborgenen Leichen und Wrackteile und der vom Flugzeug gesendeten Wartungsdaten geklärt werden. Auch das sei möglich, erklärte das BEA.

Die Suche hatte sich nach Angaben des Amtes auf einen Umkreis von 70 Kilometern um den Ort der letzten Positionsbestimmung des Unglücks-Airbus herum konzentriert, etwa 850 Kilometer nordöstlich des Archipels Fernando de Noronha. Die ersten Fundstücke am 6. Juni verteilten sich auf 50 Kilometern Länge. Seitdem sind Trümmerteile teilweise Hunderte Kilometer nach Norden gedriftet. Das BEA will Ende Juni einen Zwischenbericht der Ermittlungen vorlegen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
UKARGIE (24.06.2009, 10:34 Uhr)
Kein Interese
Weder Air France noch Airbus habe Interesse die Boxes zu finden noch den Unfall zu klaeren, wie beim Concorde Absturz haben die feigen Franzosen dei Schuld an andere geschoben, um die eigene Fahrlaessigkeit und Verantwortung unter den Teppich zu kehren! Airbus Technologie ist voller Fehler, zu viel fly-by-wire zu viel computer, die auch von denselben Firma programmiert werden, so die eingebauten Fehler werden serienmaessig eingebaut, auch in dem back-up systems! Jeder der in ein Airbus steight sollte eine gute Lebensversicherung abschliessen. Und traut nie einen Franzosen!
butcher99 (23.06.2009, 13:38 Uhr)
und täglich Grüsst das Murmeltier
und schon wieder werden die Angehörigen mutwillig ver-"gesässt"
es ist unglaublich, was die Medien da veranstalten.
islaender (23.06.2009, 13:05 Uhr)
Wer es glaubt
aber da stimmt doch was nicht, was soll da vertuscht werden?
warbird (23.06.2009, 11:30 Uhr)
Glaube
Es glaubt wohl wirklich niemand dass bei einer halb-staatlichen Airline jemals der Flugschreiber gefunden wird... Dann könnte man das Ganze am Ende vielleicht nicht mehr auf einen Pilotenfehler abwälzen.
tobix (23.06.2009, 10:21 Uhr)
@mr_s
Sicher? Ist das tatsächlich so einfach möglich? Ich bezweifle, dass ein Softwareupdate dazu ausreicht.
Ich stell mir gerade die Menge an technischen Flugdaten + Sprachaufnahmen aus dem Cockpit vor, die dann JEDES Flugzeug PERMANENT überträgt. Und dann muss die Übertragung noch schön redundant ausgelegt sein und auch bspw. in einem Gewitter tadellos funktionieren.
Philip_J_Fry (23.06.2009, 10:21 Uhr)
Boeing
Gibt es so wenige A330-Fotos im Internet zu klau^H^H^H^H finden, dass man den Artikel mit dem Bild einer Boeing(!) 737 aufmachen muss? ;-)
Mit Gruß an den diensthabenden Praktikanten!
mr_s (23.06.2009, 09:43 Uhr)
das geht noch einfacher
... die Flugzeuge funken bereits Daten an die Zentrale. Es könnten mit einem kleinen Softwareupdate alle relevanten Daten 'online' übertragen werden. Dagegen wehren sich nur die Piloten. Vermutlich weil man diese dann besser überwachen könnte...
starmax (23.06.2009, 09:32 Uhr)
Warum nicht schwimmfähig?
Oder warum ist nicht längst bei Interkontinentalflugzeugen eine schwimmfähige Erkennungs- und Notrufkapsel angebracht, die sich bei Aufprall löst? Meiner Meinung nach nicht teuer und längst Stand der Technik, könnte dies die langwierige Sucherei vermeiden helfen.
MEHR ZUM ARTIKEL
Air-France-Absturz Bald schweigt die Blackbox für immer

Der Absturz der Air-France-Maschine über dem Atlantik könnte für immer ein Rätsel bleiben. Der für die Klärung des Unglücks wichtige Flugschreiber sendet nur noch für wenige Tage Signale. Mehrere Suchmannschaften arbeiten unter Hochdruck, doch der kleine Kasten ist selbst mit Hightech-Ausrüstung schwer zu orten. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe