Bei einem Selbstmordanschlag in der russischen Kaukasus-Republik Dagestan sind laut einem Agenturbericht fünf Menschen getötet und 39 weitere verletzt worden.

Die Unruhen im Kaukasus nehmen kein Ende© Zaur Aliev/AFP
Bei einem Selbstmordanschlag in der russischen Kaukasus-Republik Dagestan sind nach Agenturberichten fünf Menschen getötet und 39 weitere verletzt worden. Der Anschlag auf eine Militäreinrichtung sei in der Nacht zu Sonntag verübt worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf eine Quelle bei den örtlichen Sicherheitskräften.
Nach ersten Erkenntnissen habe ein Selbstmordattentäter ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug auf dem Gelände einer Motorradstaffel des Militärs in Dalni nahe Buinaxk in die Luft gesprengt.
Eine weitere Explosion eriegnete sich auf der Straße, über die die Polizei zu dem Anschlagsort gelangen sollte. Dabei sei aber niemand verletzt worden. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, zur Untersuchung des Anschlags sei eine Sonderkommission unter Leitung des Interimschefs des Militärdistrikts Süd, Alexander Galkin, eingerichtet worden.
In den Teilrepubliken Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien im nördlichen Kaukasus kämpfen seit Jahren radikalislamische Rebellen für die Unabhängigkeit von Moskau. Ende März waren zwei Selbstmordanschläge auf die Moskauer U-Bahn verübt worden, durch die 40 Menschen getötet wurden. Die zwei Attentäterinnen stammten nach Angaben der Ermittler aus Dagestan. Zu den Taten in der russischen Hauptstadt bekannte sich eine Rebellengruppe aus dem Nordkaukasus, das sogenannte Kaukasus-Emirat von Doku Umarow.
Vor genau elf Jahren, am 4. September 1999, waren bei einem Anschlag in Buinaxk 68 Menschen getötet und mehr als 150 weitere verletzt worden. In der Nähe eines von Soldatenfamilien bewohnten Gebäudes war eine Autobombe gezündet worden.