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21. Januar 2010, 12:26 Uhr

Smartphone rettet Verschüttetem das Leben

Er lag unter den Trümmern des Erdbebens von Haiti, und sein Smartphone war es, dass ihn rettete: Dank der Erste-Hilfe-App schaffte es ein Amerikaner, seine schweren Verletzungen notdürftig zu versorgen - und auf sich aufmerksam zu machen.

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Auch das Hotel Montana, vor allem bei Ausländern beliebt, wurde zerstört. Ein Amerikaner schaffte es, den Trümmern zu entkommen© Thomas Coex/AFP

Eine Anwendung seines Smartphones hat dem amerikanischen Dokumentarfilmer Dan Woolley (39), der beim Erdbeben in Haiti unter Trümmern eingeschlossen wurde, das Leben gerettet. Die Erste-Hilfe-App habe ihm gezeigt, wie er seine stark blutenden Wunden zu behandeln habe, berichtete der US-Sender MSNBC. Nach 65 Stunden sei Woolley aus den Trümmern des Hotels Montana in Port-au-Prince gerettet worden.

Mit Hilfe des Programms habe Woolley verstanden, eine tiefe Schnittwunde am Bein mit seinem Shirt abzubinden und seine Kopfwunde mit einer Socke zu stillen. Außerdem habe das Gerät ihm geholfen, nicht einzuschlafen, wenn er das Gefühl hatte, in einen Schockzustand zu geraten. Er stellte den Wecker seines Smartphones, damit der alle 20 Minuten klingelte.

In der Finsternis der Trümmer diente ihm das Gerät außerdem als Lichtquelle. Er schaffte es schließlich bis zu einem Aufzugschacht, wo ihn ein französisches Rettungsteam entdeckte und herausholte.

Woolley wurde nach Miami in die USA gebracht, wo ihn seine Frau Christina in die Arme schließen konnte. Ein paar Tage später kehrte das Paar zu seinen Söhnen Josh (6) und Nathan (3) in Colorado Springs zurück. Woolleys Film-Kollege David Hames wurde derweil noch immer vermisst.

DPA
 
 
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