England versinkt in den Fluten

23. Juli 2007, 11:59 Uhr

Sintflutartiger Regen hat in Großbritannien zu heftigen Überschwemmungen geführt. Zahlreiche Menschen sind in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen. Auch in Teilen Deutschlands herrscht nach schweren Unwettern Katastrophenalarm.

Die englische Stadt Tewkesbury ist zu einer Insel geworden©

Die schlimmsten Überschwemmungen in Großbritannien seit mehr als 50 Jahren haben Hunderte von Menschen in ihren Häusern eingeschlossen. Sie warteten auf ihre Rettung aus den überfluteten Gebäuden. Soldaten und Feuerwehrleute verteilten Esspakete und errichteten Suppenküchen in Ortschaften, die wegen der Fluten völlig abgeschnitten waren, berichtete die britische BBC. Die Luftwaffe und die Küstenwache unterstützen die Bergungsmaßnahmen der Rettungskräfte seit dem vergangenen Wochenende mit Hubschraubern. Tausende sind seit Tagen in Notunterkünften untergebracht.

Mehr als 150.000 Haushalte in Gloucestershire waren am Montag ohne Wasser, weil eine Kläranlage überflutet wurde. Rund 60 Tankfahrzeuge sollten die Menschen dort mit Wasser versorgen. Auch die Stromversorgung brach mancherorts zusammen, derzeit seien etwa 40.000 Menschen ohne Strom, berichtete die BBC. Zahlreiche Straßen und Bahnstrecken in Süd- und Mittelengland sind wegen der Fluten seit mehreren Tagen gesperrt. In Oxford sollten 1500 Menschen in Sicherheit gebracht werden, nachdem der Wasserstand der Themse bedrohlich angestiegen ist. Auch in London sind entlang der Themse mehrere Straßen gesperrt. Ein heftiges Unwetter am vergangenen Freitag hatte die Überschwemmungen ausgelöst.

Auch in Deutschland heftige Niederschläge

Nach den schweren Unwettern vom Wochenende in Teilen Mittel- und Oberfrankens bestand am Montagvormittag im Landkreis Erlangen-Höchstadt nach wie vor Katastrophenalarm. Allein in Baiersdorf waren nach Behördenangaben rund 600 Gebäude teils bis zum ersten Stock überflutet. Am Montagvormittag standen noch 20 Keller unter Wasser. "Derzeit sind immer noch 300 Hilfskräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk im Einsatz", berichtete eine Landkreis-Sprecherin. In den benachbarten oberfränkischen Gemeinden Poxdorf und Langensendelbach begannen unterdessen die Aufräumarbeiten.

Unterdessen räumte der Deutsche Wetterdienst ein, dass er für die fränkische Katastrophenregion keine Unwetterwarnung herausgegeben hatte. Die zuständigen Kreisbehörden seien am Samstag lediglich vor "kräftigen Gewitterregen" gewarnt worden, berichtete der Meteorologe vom Dienst, Jens Winninghoff. Im Unterschied zu Orkanen zeichneten sich Gewitterregen auf dem Niederschlagsradar des Wetterdienstes nur undeutlich ab. "Das war auf unserem Radar nicht markant genug zu erkennen", sagte Winninghoff.

KOMMENTARE (3 von 3)
 
Haka (24.07.2007, 02:41 Uhr)
So, so...
vor 50/60 Jahren gab's das schon mal. So what?
H.P. (23.07.2007, 19:49 Uhr)
WIR MÜSSEN DAMIT LEBEN
Was können wir daran ändern? NICHTS:
Wir müssten den Ausstoß an Treibhausgasen weltweit ab sofort um 60 bis 70 Prozent verringern, sagt Lonnie Thompson, Glaziologe der Ohio State University in den USA.
Die Treibhausgase ab sofort um 60 bis 70 Prozent zu verringern wird nicht möglich sein. Die US-Amerikaner sparen keine Energie, der Verbrauch in Indien und China wächst gigantisch. Viele Einsparerfolge durch moderne Technik werden durch Wachstum zunichte gemacht. Immer mehr Menschen fahren heute Auto und fliegen. Immer mehr Menschen verbrauchen mehr Energie und wollen satt werden. Der Ausstoß von Methangas durch Viehzucht und Reisanbau zu reduzieren, würde das Hungerproblem weiter verschlimmern. Schon jetzt haben mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit nicht genügend zu essen.
Und würden wir weniger Auto fahren und fliegen, würden weniger Autos und Flugzeuge gebaut und Arbeitsplätze gingen verloren, dem Staat fehlte die Mineralölsteuer usw. Unter diesen Voraussetzungen wird es nicht möglich sein den Ausstoß an Treibhausgasen weltweit zu verringern. Das Gegenteil ist die Realität. UN-Klimabericht, Teil 3 Menschheit bleiben nur wenige Jahre!
http://www.naturkatastrophen.com/
H.P. (23.07.2007, 14:52 Uhr)
die Zeit drängt!
Ich bitte die Wissenschaftler endlich ein schlüssiges Gesamtbild der Welt zu erarbeiten, die Zeit drängt!
http://www.naturkatastrophen.com/
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