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31. Mai 2008, 08:26 Uhr

Gewitter legen Verkehr lahm

Gewitter mit heftigen Regenfällen und Hagel hatten in Teilen Baden-Württembergs, Bayerns und Hessens am Wochenende erhebliche Schäden verursacht. Polizei und Feuerwehr waren wegen überfluteter Keller, kleinerer Erdrutsche und umgestürzter Bäume im Dauereinsatz. In der Nacht blieb ein ICE auf der Strecke liegen, in Süddeutschland kam es zu Behinderungen im Bahnverkehr.

In Offenbach wurden zahlreiche Straßen überschwemmt© Jürgen Mahnke/DPA

Am Samstag waren noch immer einzelne Streckenabschnitte des Fernverkehrsnetzes von und nach Frankfurt wegen umgestürzter Bäume und beschädigter Oberleitungen gesperrt, teilte ein Bahnsprecher mit. "Es wird noch bis zum Mittag Zugausfälle und Verspätungen geben", sagte er am Samstagmorgen.

Gesperrt sind nach Worten des Bahnsprechers zunächst noch die Strecken von Frankfurt nach Aschaffenburg sowie über Fulda und Gießen nach Kassel. Auch der Nahverkehr sei teilweise betroffen. Mehrere Züge erreichten den Angaben zufolge in der Nacht zudem nicht die vorgesehenen Zielbahnhöfe in Süddeutschland, so dass sie auch auf anderen Strecken fehlen. In der Nähe des hessischen Langenselbold war am Freitagabend ein ICE wegen eines Oberleitungsschadens auf freier Strecke stehengeblieben, in Bayern blieben zwei Züge stecken.

Dauereinsatz der Hilfskräfte

Gewitter mit heftigen Regenfällen und Hagel hatten am Freitag in Teilen Baden-Württembergs, Bayerns und Hessens erhebliche Schäden verursacht. Polizei und Feuerwehr waren wegen überfluteter Keller, kleinerer Erdrutsche und umgestürzter Bäume im Dauereinsatz. Im bayrischen Bad Kissingen traf ein Baum ein fahrendes Auto, die beiden Insassen wurden schwer verletzt. Zahlreiche Straßen waren blockiert. Insgesamt gab es vier Verletzte.

Bei Würzburg und Aschaffenburg in Nordbayern standen nach dem Unwetter Straßen unter Wasser oder waren durch umgestürzte Bäume blockiert. In mehreren Gemeinden fiel der Strom aus. Auf einem Campingplatz bei Karlstadt fiel nach Polizeiangaben ein Baum auf einen Wohnwagen. Ein Mann wurde dabei von einem Ast getroffen und brach sich ein Bein. Auf dem Flugplatz Bad Kissingen schleuderte der Sturm ein abgestelltes Flugzeug auf ein anderes. Die Aufräumarbeiten in Bayern dauerten teils die ganze Nacht. "Es sind immer noch Straßen gesperrt, weil Bäume querliegen oder weil sie durch Schlammmassen verschmutzt sind", sagte ein Polizeisprecher am Morgen in Würzburg.

Ein Blitz schlägt in Kassel ein© Uwe Zucchi/DPA

In Heidelberg mussten Hilfskräfte und Polizei zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, in Mannheim setzte ein Blitz den Dachstuhl eines Hauses in Brand. In der Umgebung von Stuttgart und im Norden Baden- Württembergs gingen Hunderte Notrufe bei den Einsatzkräften ein. In Hessen war vor allem der Odenwald von Starkregen und Hagel betroffen.

ICE liegengeblieben

Der bei Langenselbold liegengebliebene ICE konnte nach Bahnangaben erst nach mehr als zweieinhalb Stunden von einer Diesellok in einen Bahnhof geschleppt werden, weil umgestürzte Bäume die Gleise blockierten. Die Reisenden mussten so lange in dem Zug ausharren. Auf der gesperrten Strecke blieben nach Berichten von Augenzeugen mehrere weitere ICE stecken, es herrschten teilweise chaotische Zustände. "Die Fahrgäste mussten teilweise auf freier Strecke aussteigen und versuchen nun, in völlig überfüllten Regionalzügen weiterzukommen", berichtete eine Augenzeugin.

In Bayern stoppte ein Oberleitungsschaden zwei ICE mit rund 1000 Passagieren zwischen Laufach und Heigenbrücken im Spessart. Die Bahnstrecke Frankfurt-Würzburg musste daraufhin für mehrere Stunden gesperrt werden, teilte die Polizei mit. Auch in Baden-Württemberg kam es zu Behinderungen, der Betrieb auf Regionalstrecken bei Esslingen und Stuttgart wurde vorübergehend eingestellt.

DPA

 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
googlezoomer (01.06.2008, 13:20 Uhr)
Gewitterradar
ein Wetter- und Gewitterradar gibt es fuer Google Earth Nutzer bei www.globezoom.info zum kostenlosen download.
Tonb (31.05.2008, 14:43 Uhr)
..naja...
..ich habe das gemerkt, weil ich in einem der beiden ICE (bzw. an besagten Bahnhof kurz vor Schlüchtern) mit vielen anderen saß bzw. rumstand und sich das krisenmanagement der bahn mal wieder als total be******* herausgestellt hat!
Mindsplitting (31.05.2008, 14:35 Uhr)
Die Presse...
Bringt eh viel durcheinander. Erst gestern bei RTL zeigten sie Bilder und meinten sie seien aus Hessen (name den sie nannten habe ich wieder vergessen) Allerdings waren es eindeutig Bilder aus der Dürener Innenstadt. Was ja bekanntlich in NRW liegt, zwischen Aachen und Köln. Allein ein Blick auf die Kennzeichen hätte gereicht. An anderer Stelle Bilder aus der Rureifel, und ein Kommentator sprach von Bayern (ich als Biker erkenne das rurtal wenn ich es sehe, fahre dort regelmäßig)
Ich will nicht wissen wie oft wir aus der Presse Fehlinformationen bekommen ohne es zu merken, weil das merken wir ja nurwenn Regional ist und die Orte kennen.
Zu diesem Sternartikel kann ich nix sagen. von den Bildern erkenne ich nix wieder.
Tonb (31.05.2008, 11:37 Uhr)
ICE auf freier Strecke
1) Richtig ist, der ICE ist nicht bei Langenselbold stehen geblieben, sondern auf ca. halber Strecke zw. Langenselbold und Fulda!
2) Ausserdem waren es zwei ICE und nicht nur einer, wie in den DPA artikeln vermeldet!
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