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Neunjähriges Mädchen stirbt nach Blitzschlag

Heftige Unwetter zogen am Freitagabend und in der Nacht über Deutschland hinweg. Drei Menschen starben, darunter ein neunjähriges Mädchen. In den Alpen wurde eine Wandergruppe vom Blitz getroffen.

  Wassermassen: Die Feuerwehr musste diesem Autofahrer helfen sein Gefährt aus der überfluteten Unterführung zu bergen

Wassermassen: Die Feuerwehr musste diesem Autofahrer helfen sein Gefährt aus der überfluteten Unterführung zu bergen

Bei zum Teil heftigen Unwettern im Osten und Süden Deutschlands sind am Freitagabend zwei Menschen getötet und mindestens 20 verletzt worden. In Heidenau bei Dresden wurde ein neunjähriges Mädchen am von einem Blitz erschlagen. In Lüneburg wurde eine Radfahrerin eine Stunde nach einem Gewitter von einem umstürzenden Baum getötet. Sie wurde zwischen dem Stamm und ihrem Fahrrad eingeklemmt. Einsatzkräfte befreiten die Schwerverletzte. Die Frau starb wenig später in einem Krankenhaus. Ob der morsche Baum wegen des Unwetters umgestürzt war, konnte die Polizei zunächst nicht klären. Nördlich der sächsischen Landeshauptstadt, in Laußnitz, stürzte ein Baum auf das Auto eines 23-Jährigen und verletzte diesen tödlich.

Die Identität des jungen Mannes konnte zunächst nicht festgestellt werden, weil die Rettungskräfte auch Stunden nach dem Unglück auf der Bundesstraße 97 bei Laußnitz den schweren Baum nicht von dem Wagen heben konnten. Ein weiterer umstürzender Baum verletzte zwei weitere Menschen.

Das in Heidenau getötete Mädchen hielt sich offenbar in unmittelbarer Nähe eines Baums auf, der vom Blitz getroffen wurde. Wie die Polizei in Dresden weiter mitteilte, ereignete sich das Unglück auf dem Gelände eines Schwimmbades. Das getötete Mädchen in Heidenau lief gerade an einem Baum auf einem Schwimmbadgelände vorbei, als dieser vom Blitz getroffen wurde, wie die Polizei in Dresden mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen wurden mehrere Kinder aufgrund eines Gewitters in ein Gebäude gerufen. Die Neunjährige war gerade an einer Birke angelangt, als der Blitz in den Baum einschlug und dann auf das Kind überging.

Blitz trifft Wandergruppe

Glück im Unglück hatten 15 Bergsteiger im Berchtesgadener Land. Ein Blitz streifte die Wandergruppe am Freitag. Dabei wurden 15 Menschen verletzt, unter ihnen ein zehnjähriger Junge. Für 13 von ihnen endete die Wanderung im Krankenhaus. Zu der Gruppe gehörten auch Soldaten aus den Niederlanden.

Jedes Jahr werden in Deutschland nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 40 bis 50 Menschen direkt oder indirekt von einem Blitz getroffen, einige von ihnen tödlich. Bereits vor gut einer Woche waren im hessischen Korbach vier Frauen durch den Blitzeinschlag auf einem Golfplatz getötet worden.

Im südbayrischen Raisting stürzte ein Festzelt wegen des starken Windes zusammen. Wie die Polizei in München mitteilte, verletzten sich fünf Menschen - einer davon schwer. Der Sachschaden wird auf bis zu 50 000 Euro geschätzt.

Vor allem der Osten und Süden Deutschlands wurde von den Ausläufern des Tiefs "Mina" heimgesucht. Sintflutartige Regenfälle bedeuteten überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und viel Arbeit für die Feuerwehr. Der DWD in Offenbach kündigte für Samstag neue Gewitter an.

swd/DPA/DPA
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