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Bei den Jesuiten sind weit mehr Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch und Misshandlungen geworden als bisher bekannt. Über 200 Betroffene haben sich bei der Beauftragten Ursula Raue gemeldet. Besonders schockierend: Jahrelang wurden die Täter gedeckt.
Im Missbrauchsskandal an Jesuiten-Schulen haben sich inzwischen 115 Betroffene gemeldet. Die zur Aufklärung eingesetzte Anwältin Ursula Raue sprach von einer Dimension, "die bisher nicht zu ahnen" gewesen sei. Unter den inzwischen zwölf Beschuldigten befinden sich offenbar auch Frauen.
Sind Einrichtungen der katholischen Kirche besonders anfällig für Kindesmissbrauch? Welche Rolle spielt der Zölibat? Selbstkritik ist nötig. Dennoch hat Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, die Idee abgelehnt, einen runden Tisch zu organisieren - die stammte auch von seiner neuen Gegenspielerin.
Wochenlang hat die katholische Kirche geschwiegen, nun hat sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, bei Opfern sexuellen Missbrauchs an katholischen Schulen entschuldigt. Dass dies das Problem nicht aus der Welt schafft, zeigen weitere Fälle, die aus dem Kloster Ettal gemeldet wurden.
Der Skandal um sexuellen Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg und anderen Jesuitenschulen nimmt immer größere Ausmaße an. Über 100 Betroffene haben sich inzwischen gemeldet. Einigen reichen Entschuldigungen nicht aus. Sie fordern eine finanzielle Entschädigung.
Am Berliner Canisius-Kolleg sind wahrscheinlich weit mehr Schüler sexuell missbraucht worden als bisher angenommen. Der Rektor der Schule, Pater Klaus Mertes, hält inzwischen eine dreistellige Opferzahl für möglich. Inzwischen ist auch von Entschädigungszahlungen für die Betroffenen die Rede.
Der Skandal um sexuellen Missbrauch von Schülern an Jesuiten-Schulen weitet sich aus: Jetzt hat ein dritter Pater Übergriffe auf Kinder zugegeben. Auch er unterrichtete früher am Berliner Canisius-Kolleg. Der heutige Schulleiter fürchtet, die bisher enthüllten Fälle seien nur die "Spitze des Eisbergs".
Der Missbrauchskandal an Schulen des katholischen Jesuiten-Ordens nimmt immer größere Dimensionen an. Hinweise der Opfer gab es schon kurz nach den Übergriffen Anfang der 80er-Jahre, doch die wurden ignoriert. Die beschuldigten Patres sollen ihr Unwesen zudem auch im Ausland getrieben haben.
Wie kann es sein, dass der sexuelle Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg erst 30 Jahre später bekannt wurde? Und was hat die katholische Kirche damit zu tun? Über eine Schule im Schockzustand.
Im Missbrauchsskandal an einem katholischen Gymnasium in Berlin haben sich 15 weitere ehemalige Schüler gemeldet, die an der Schule Opfer von sexuellen Übergriffen geworden waren. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden kann.
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