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28. Juli 2011, 18:35 Uhr

Festnahme wegen mutmaßlichen Anschlagsplans

Drei US-Soldaten sollen Medienberichten zufolge einen Anschlag auf die Militärbasis Fort Hood in Texas geplant haben. Ende 2009 waren dort bei einem Amoklauf 13 Menschen ums Leben gekommen.

Die Polizei in Texas hat nach eigenen Angaben einen Soldaten festgenommen, der einen Anschlag auf den Militärstützpunkt Fort Hood geplant haben soll. Aussagen des aus Texas stammenden Manns sowie weitere Indizien ließen darauf schließen, sagte der Polizeichef des Nachbarorts von Fort Hood, Dennis Baldwin, am Donnerstag. In Fort Hood waren Ende 2009 bei einem Amoklauf 13 Menschen ums Leben gekommen.

"Ich würde es als einen Terrorplan einstufen", sagte Baldwin weiter. Laut dem Polizeichef von Killeen war der 21-Jährige bereits am Mittwoch in einem Motel in der Nähe des Militärstützpunkts festgenommen worden. Der entscheidende Hinweis kam demnach von einem Angestellten eines Waffenladens, bei dem der Verdächtige größere Menschen Munition und Schießpulver gekauft hatte.

Der Soldat hatte am 4. Juli unerlaubt seinen Stützpunkt Fort Campbell im US-Staat Kentucky verlassen und seitdem vermisst worden. In einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender El Dschasira hatte er im vergangenen Jahr gesagt, dass er als Muslim nicht in Afghanistan eingesetzt werden wolle. Laut dem Sender ist der 21-Jährige palästinensischer Abstammung. Nach Angaben der Polizei wird er zudem wegen den Vorwurfs der Kinderpornographie gesucht.

Am 5. November 2009 hatte der palästinensischstämmige US-Militärpsychiater Nidal Hasan in Fort Hood zwölf Soldaten und einen Zivilist erschossen sowie 32 weitere Menschen verletzt. Kurz nach der Tat wurde bekannt, dass Hasan mit dem radikalislamischen Prediger Anwar el Aulaqi in Kontakt gestanden hatte. Die Waffen kaufte er in demselben Landen, in dem sich jetzt auch der 21-Jährige für den mutmaßlichen Anschlag ausrüstete.

Der Beginn von Hasans Prozess vor einem Militärgericht steht noch nicht fest. Im Falle einer Verurteilung muss er mit der Todesstrafe rechnen.

cjf/AFP
 
 
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